Ich packe meinen Koffer(-raum)

Die Schulferien nähern sich und damit auch die Hochsaison des Familienurlaubs. Doch auch ohne Kinder machen sich viele Leute nun auf in den Wander- oder Surfurlaub. Zahlreiche Dinge wie ausreichend Kleidung, Strandspielzeug, Buggy, Surfbretter, Tauchanzüge oder Wanderstiefel sollen mit – doch wohin mit dem ganzen Zeug und wie am besten packen?

Eine der wichtigsten Regeln für die Fahrt in den Urlaub mit dem Auto lautet: Die schwersten Gegenstände wie zum Beispiel Koffer möglichst dicht an die Rückenlehne und nach unten platzieren. Dadurch bleibt der Fahrzeugschwerpunkt niedrig und das Kurvenverhalten wird weniger beeinträchtigt. So kann es aussehen, wenn eine mehrköpfige Familie in den Urlaub fährt.Auf keinen Fall gehören gewichtige Gegenstände in eine Dachbox. Auch sollte man mehrere Koffer immer nebeneinanderstellen, um ein Verrutschen zu vermeiden. Und selbst wenn die Versuchung groß ist: Kleine Gegenstände wie Sandeimer, Bälle oder Schuhe nie obenauf legen, denn im Fall einer Vollbremsung werden diese so zu gefährlichen Geschossen. Grundsätzlich sollte das Gepäck im Kofferraum nur bis zur Oberkante der Rücksitzlehne reichen, Warndreieck und Verbandkasten am besten zum Schluss einladen. Wichtig: Vor der Reise sollte der Reifenluftdruck der Beladung angepasst werden. Die richtigen Werte stehen im Tankdeckel. Eventuell muss auch die Scheinwerfereinstellung korrigiert werden.

Doch trotz großer Vorfreude auf die Ferien und zunächst üppig erscheinendem Platz im Pkw: Urlauber sollten schon beim Kofferpacken daran denken, dass nicht endlos viele Extrakilos ins Auto dürfen. Wie viel Zuladung erlaubt ist, steht im Fahrzeugschein; der Fahrer selbst ist pauschal mit 75 kg bei dem angegebenen Fahrzeuggewicht berücksichtigt. Zu viel Gewicht durch Mitfahrer und Gepäck sorgt nämlich nicht nur für ein verändertes Fahrverhalten, sondern auch für erhöhten Spritverbrauch. Nach Angaben des ADAC in München erzeugt eine Zuladung von 100 kg einen Mehrverbrauch von durchschnittlich 0,2 bis 0,6 l/100 km.

Auch eine mangelhafte Aerodynamik kann der Grund für einen hohen Spritverbrauch sein. Daher ist die Nutzung von Dachgepäckträgern im Allgemeinen nicht zu empfehlen. Der ADAC schätzt, dass durch Dachboxen oder -gepäckträger je nach Fahrweise der Durchschnittsverbrauch um 10 bis 50 Prozent steigt. Eine sinnvolle Alternative dazu sind Heckträger, vor allem für den Transport von Fahrrädern.