Der Name Adam Opel steht bis heute für unternehmerischen Mut und großen Erfolg, doch nicht nur dem gelernten Schlosser, sondern auch seiner Frau Sophie gebührt diese Ehre.

Als der 20-jährige Adam Opel im Jahr 1857 zu mehreren Wanderjahren aufbrach, ahnte niemand, dass sein Weg ihn unter anderem nach Paris führen und er sich dort umfangreiches Wissen über Nähmaschinen aneignen würde. 1862 in seine Heimatstadt Rüsselsheim zurückgekehrt, gründete er eine eigene Nähmaschinenmanufaktur. Schnell stiegen die Produktionszahlen und wirtschaftlicher Erfolg stellte sich ein – auch weil Spezialnähmaschinen für Sonderanfertigungen produziert wurden. 1868 heiratete Opel die aus bescheidenen Verhältnissen stammende Gastwirttochter Sophie Marie Scheller, die ihm zeitlebens eine ebenbürtige und wichtige Partnerin sein sollte. Als ihr Vater 100.000 Taler in der Braunschweigischen Lotterie gewann, stellte sie ihrem Mann ihren Anteil zur Verfügung. Damit konnte eine erste Dampfmaschine für die Produktion angeschafft werden und bald exportierte er als größter Nähmaschinenproduzent Deutschlands nach ganz Europa.

Erst 1886 begann Adam Opel auf Drängen seiner fünf Söhne mit dem Bau von Fahrrädern. Alle Söhne waren begeisterte Radfahrer, allein Fritz gewann über 180 erste Preise auf Opel Fahrrädern. Damit avancierten sie zum besten Werbeträger, denn nach jedem Rennsieg steigen die Auftragszahlen. Obwohl zu dieser Zeit jährlich etwa 20.000 Nähmaschinen das Werk verließen, überholten die Fahrradumsätze bald das Nähmaschinengeschäft. Doch 1895 starb Adam Opel und Sophie erbte den Hauptteil des Unternehmens. Zusammen mit den ältesten Söhnen Carl und Wilhelm übernahm sie die Geschäfte und die Verantwortung für über 1.000 Mitarbeiter.

Kurz vor seinem Tod soll Adam Opel beim Anblick eines Automobils ausgerufen haben: „Aus diesem Stinkkasten wird nie mehr werden als ein Spielzeug für Millionäre, die nicht wissen, wie sie ihr Geld wegwerfen sollen!“ Trotzdem entschied sich Sophie 1898 für den Einstieg in die Automobilproduktion und wurde für ihren Mut belohnt: 1901 verließen bereits 30 serienproduzierte Fahrzeuge die Fabrik. Als 1911 die Jahresherstellung bereits auf 3.000 Stück gestiegen war, vernichtete ein Großbrand das gesamte Opel-Werk. Doch mit dem Wiederaufbau wurde sofort begonnen, die Nähmaschinenproduktion wurde nun allerdings endgültig eingestellt. Im Oktober 1913 starb auch „Mutter Opel“, wie Sophie liebevoll von den Angestellten genannt wurde. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen sein 50. Jubiläum gefeiert.

So schön bunte Blätter und raschelndes Laub für manch einen auch sein mögen – für Autofahrer lauern im Herbst viele Gefahren. Nebel, Nässe, tief stehende Sonne, frühe Dunkelheit und verschmutze Fahrbahnen sind nur einige davon. Um Ihre Sicherheit nicht zu gefährden, sollten Sie folgende Punkte beherzigen.

Fahren Sie immer mit Licht. Wer eine Fahrlichtautomatik hat, sollte sich nicht blind darauf verlassen. Diese funktioniert zwar bei Dunkelheit, bei Nebel hingegen nicht, weshalb Sie die Lichtschaltung manuell vornehmen sollten. Obacht ist auch bei Fahrzeugen mit Tagfahrlicht geboten. Sich allein darauf zu verlassen ist fatal, denn die Tagfahrleuchten befinden sich nur vorn, nicht aber hinten.

Bei erheblicher Sichtbehinderung dürfen die Nebelscheinwerfer aktiviert werden, um eine bessere Sicht zu erlangen. Das Einschalten der Nebelschlussleuchte ist jedoch nur bei einer Sichtweite unter 50 Metern und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h erlaubt.

Wichtig ist außerdem, dass die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen angepasst wird. Hier gilt die Faustformel „Fahrgeschwindigkeit gleich Sichtweite“. Je kürzer die Sicht, desto geringer sollte das Tempo sein. Zur Verminderung des Unfallrisikos sollte auch stets genug Abstand zum Vordermann eingehalten werden. „Halber Tacho“ Sicherheitsdistanz zum vorausfahren Fahrzeug ist die goldene Regel. Bei 120 km/h wären es also 60 Meter. Die Entfernungen lassen sich gut an den weißen Leitpfosten am Straßenrand erkennen – diese stehen immer 50 Meter voneinander entfernt.

Wer mit offenen Augen fährt und sich auf Gefahren einstellt, wappnet sich so am besten für alle Eventualitäten. Egal ob Wildwechsel, plötzliche Windböen, die einen auf Brücken oder in Waldschneisen aus der Spur wehen können, oder umknickende Bäume – seien Sie stets achtsam und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs. So können Sie am besten reagieren und Unfällen vorbeugen.

Vor genau einem Jahr haben wir den Schmidt + Koch Blog ins Leben gerufen. Seitdem konnten Sie (wie wir hoffen) viele interessante und informative Beiträge lesen – von der Reifenpanne bis zur Sommerhitze, von 50 Jahren Porsche 911 bis zu innovativen Fahrassistenzsystemen, vom Erlkönig bis zum Opel Manta und von Ferdinand Porsche bis hin zu Henry Ford. Bei der Themenfindung versuchen wir stets, ein möglichst breites Interessenspektrum abzudecken, Kurioses und Unbekanntes zu präsentieren, praktische Tipps zu geben und dabei immer nah am Auto zu sein.

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