Die Sommerferien in Norddeutschland stehen kurz bevor und damit der Urlaub mit dem Auto nicht unnütz teuer wird, sollten Reisenden bei der Fahrt ins Reiseland aufpassen. Denn teilweise weicht das Verkehrsrecht dort von unserem ab. Einige wichtige Punkte haben wir hier schon mal zusammengestellt.

Bei der Promille-Grenz sind sich zahlreiche europäische Staaten noch einig. Mehr als 0,5 Promille sollten es weder in Belgien, Frankreich, Italien, Österreich oder Spanien sein. Bei schon 0,2 Promille hört in Polen dagegen der Spaß auf, in den USA (für diejenigen, die sich dort mit Mietwagen oder Caravan umschauen möchten) gilt in den meisten Staaten sogar absolutes Alkoholverbot.

Auch in Sachen Tempo gibt es einiges zu beachten. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt in den meisten Ländern wie in Deutschland ein Limit von 50 km/h. Außerorts sind die Abweichungen jedoch deutlich, beispielsweise ist in den Niederlanden, Dänemark oder der Schweiz nur Tempo 80 erlaubt.

Auf den meisten europäischen Autobahnen darf meist 120 oder 130 km/h gefahren werden, oft aber mit Ausnahmen. In Norwegen dürfen Autofahrer gebietsweise nicht mehr als 90 km/h fahren, auch andere Regelungen wie für Nachtstunden, Regenwetter oder Fahranfänger sollten beachtet werden.

In Bezug auf Kinder-Autositze gibt es ein EU-Gesetz, welches spätestens seit dem 09. Mai 2009 gültige Mindeststandards setzt. Da Deutschland als Vorbild für die europäische Regelung herangezogen wurde, sind Autourlauber, die die deutschen Regeln erfüllen, auch in den meisten anderen EU-Ländern bestens gerüstet. Es gilt in der EU wie auch in Deutschland, dass Kinder bis 12 Jahre oder bis zu einer Größe von 1,50 Metern einen Kindersitz benötigen. Manche Staaten haben über den EU-Standard hinausgehende Vorschriften erlassen: Kinder in Österreich müssen bis zum 14. Lebensjahr einen Kindersitz oder eine ähnliche “Rückhalteeinrichtung” benutzen, in den Niederlanden gilt dies sogar bis zum 18. Lebensjahr.