Besteht der Wunsch nach einem neuen Auto, zeigt der Kassensturz schnell, ob das Geld für einen Neuwagen reicht oder ob sich das Wunschmodell nicht besser unter den Gebrauchtwagen im Umkreis finden lässt. Ist die Entscheidung für einen Gebrauchten gefallen, steht die grundsätzliche Frage an: Privatmann oder Händler? Auch wenn ein Auto von privat zunächst als die günstigere Alternative erscheint, können solche Schnäppchen schnell teuer werden.

AutomarktPrivate Verkäufer bieten häufig das günstigere Auto. Nach Schätzungen des ADAC liegt der Preis beim Privatkauf in der Regel 8 Prozent unter dem Händler-Verkaufspreis. Doch dieser höhere Preis bietet erheblich mehr Sicherheit: Denn mit ihm geht auch ein umfangreiches Leistungspaket einher. Der Händler haftet für Sachmängel und wird daher bemüht sein, den Zustand des Autos möglichst genau zu beschreiben, indem er vor dem Verkauf eine exakte Durchsicht des Wagens vornimmt. Ein Ausschluss der Sachmängelhaftung ist gesetzlich nicht zulässig, Klauseln wie „Gekauft wie gesehen“ haben keine Wirksamkeit. In den ersten sechs Monaten nach dem Kauf liegt die Beweislast zudem allein beim Verkäufer: Er muss nachweisen, dass zum Zeitpunkt der Fahrzeugübergabe alles einwandfrei funktioniert hat. Zu einem Besichtigungstermin sollten Interessenten trotzdem immer eine Begleitperson mitnehmen, um im Nachhinein Überraschungen zu vermeiden. Mögliche Schäden lassen sich zu zweit besser entdecken und auch bei einer ausgiebigen Probefahrt sind zwei Eindrücke besser als einer.

Beim Kauf vom Privatmann gilt es übrigens unbedingt vor Antritt der Probefahrt zu klären, wie das Auto versichert ist. Für den Fall, dass der Fahrer einen Schaden verursacht, ist eine Vollkaskoversicherung am besten. So muss der Interessent nur die Selbstbeteiligung und einen möglichen Höherstufungsschaden ersetzen.

Dealer, female client and auto in car dealershipWichtig vor allem bei jüngeren Gebrauchtwagen: Viele Hersteller bieten inzwischen sogenannte Anschlussgarantien für Neuwagen an, welche bis den Garantiezeitraum um bis zu drei Jahre verlängern. Da dieser Zeitraum nicht an den Fahrzeughalter, sondern an das Fahrzeug gebunden ist, sind diese geldwerten Vorteile beim Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs inklusive. Die Augen nach speziell solchen Autos offenzuhalten, lohnt sich also.

In immer mehr deutsche Städte halten verkehrsberuhigte Zonen – umgangssprachlich gerne Spielstraßen genannt – Einzug. Zunächst handelt es sich bei Straßen mit dem bekannten blau-weißen Zeichen offiziell nicht um Spielstraßen. Letztere sind „Verkehrsflächen, die für den gesamten Fahrzeugverkehr (also nicht nur für Kraftfahrzeuge) gesperrt sind“. Anders verhält es sich mit den verkehrsberuhigten Zonen: Hier sind Fahrzeuge aller Art erlaubt, müssen allerdings auf alle anderen Verkehrsteilnehmer besondere Rücksicht nehmen. Obwohl es verkehrsberuhigte Bereiche schon lange gibt und falsche Antworten in der amtlichen Führerscheinprüfung mit vier Punkten schwer wiegen, kennen viele Autofahrer sich mit der hier geltenden Verordnung nicht aus.

Schild mit Spielstrae und Sonne, WolkenIn verkehrsberuhigten Bereichen dürfen Pkws nicht schneller unterwegs sein als Fußgänger: Die deutsche Rechtsprechung beziffert diese Schrittgeschwindigkeit auf vier bis sieben km/h. Eine leichte Drosselung des Tempos im Vergleich zur 30er-Zone reicht also nicht aus, denn Autofahrer sind angehalten, ständig mit auf der Straße spielenden Kindern zu rechnen. Letzteres ist in verkehrsberuhigten Zonen übrigens ausdrücklich erlaubt. Wer gegen diese Verordnung handelt, zahlt je nach Tempo ein Bußgeld von mindestens 15 Euro – für Radfahrer gilt dies ebenso.

Viele Autofahrer überrascht diese Regel sicherlich: Beim Verlassen einer verkehrsberuhigten Zone gilt nicht die Regel „Rechts vor links“. Hier muss jeder allen anderen Fahrzeugen Vorfahrt gewähren – egal ob sie von rechts oder links kommen. Dies gilt sogar, wenn zwischen dem Verkehrszeichen „Ende des verkehrsberuhigten Bereichs“ und der Querstraße noch einige Meter zurückzulegen sind. „Rechts vor links“ gilt nur innerhalb der Zone selbst.

Parken ist nur auf besonders gekennzeichneten Flächen erlaubt. Gibt es keine freien Parkflächen, müssen Fahrzeughalter außerhalb des verkehrsberuhigten Bereichs einen Parkplatz suchen. Ausnahmen: Ein- oder Aussteigen, Be- oder Entladen. Auch diese Regel liegt bei den spielenden Kindern begründet, denn bei auf der Straße abgestellten Fahrzeugen erhöht sich die Gefahr plötzlich auf der Fahrbahn auftauchender Kinder.

SpielstrafleGenerell gilt: Fußgänger, Kinder und Tiere haben grundsätzlich Vorrang vor Fahrzeugen, dürfen sie aber nicht unnötig behindern. Die Einhaltung dieser Regeln sorgt für ein friedliches Miteinander in reinen und meist eng bebauten Wohnvierteln. Vor allem Kinder erhalten mit dieser besonderen Verkehrsberuhigung eine wertvolle Erweiterung ihres Freizeitbereichs.

Zurzeit haben die Werkstätten gut zu tun, denn die Reifensaison ist im vollen Gange. Durch den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen hat der überwiegende Teil der Fahrzeughalter in diesen Tagen einen Termin in der Werkstatt ihres Vertrauens.

Winter tyres in extreme cold temperatureEigentlich beginnt die empfohlene Wechselzeit schon früher, denn in diesen Breitengraden sollte man von Oktober bis Ostern auf Winterreifen setzen – also von O bis O. Viele Autofahrer warten leider den ersten Bodenfrost ab, ehe sie den Reifenwechsel vornehmen. Dabei verlieren Sommerreifen bereits bei Temperaturen von unter sieben Grad Celsius Haftung zum Boden, da der Gummi stark aushärtet.

Zu diesem Problem gesellt sich allerdings noch ein weiteres: Tatsächlich erleben die Mitarbeiter der Werkstätten regelmäßig böse Überraschungen an der Hebebühne. Reifen, die nicht passen, die nicht für Pkws zugelassen sind, deren Profiltiefe zu gering sind oder die falsch, beispielsweise entgegen der Laufrichtung, montiert sind, sorgen oft für Kopfschütteln bei den Profis. Regelmäßig sehen sie Fahrzeuge, deren Reifen schon fast abfallen.

Luftdruck„Man sollte beim Radwechsel deshalb unbedingt Profis ranlassen“, betont Günther Engelke, stellvertretender Obermeister der Bremer Innung des Kraftfahrzeugtechniker-Handwerks. „Alufelgen, wie sie heute bei vielen Autos üblich sind, müssen mit einem richtigen Drehmoment angezogen werden. Nur so ist sichergestellt, dass die Felgen korrekt aufsitzen.“ Seine Empfehlung: Unbedingt die Radbolzen nach 50 Kilometern nachziehen lassen und keinesfalls selbst Hand anlegen. „So kann der Kunde sicher sein, dass sie bei der richtigen Temperatur ruhen und vor dem Aufsetzen umfassend kontrolliert werden. Der Service eines Reifenhotels wird meist für wenig Geld angeboten“.

RatgeberBei vielen Fahrzeughaltern wird ein Thema gedanklich ganz weit weg geschoben: der Unfall. Dabei kann er mit oder ohne Eigenverschulden schnell passieren und dann ist guter Rat teuer. Wie muss man sich nach einem Unfall verhalten? Wann ruft man die Polizei? Was genau ist eigentlich Fahrerflucht?
Diesen und anderen Fragen widmet sich der neue Unfallratgeber „Für den Ernstfall vorbereitet. Mit Checkliste und Unfallprotokoll, sowie Wissenswertes zu den Themen Erste Hilfe und Fahrerflucht“ des Verbands für bürgernahe Verkehrspolitik. Interessierte finden den Ratgeber als kostenfreien Download hier.

italian sign with plantsSommerzeit ist Reisezeit. Viele Deutsche verbringen ihren Urlaub im europäischen Ausland und fahren entweder mit dem eigenen Auto dorthin oder mieten sich vor Ort ein Fahrzeug, um die Gegend zu erkunden. Bei sämtlichen Fahrten ist jedoch Obacht geboten, da in den einzelnen Ländern oftmals andere Verkehrsregeln gelten als in Deutschland. Vor Reiseantritt sollten Autofahrer sich unbedingt über die jeweiligen Gegebenheiten in den Urlaubsländern informieren. Insbesondere bei den Tempolimits gibt es keine einheitlichen Regelungen und es drohen oftmals hohe Geldbußen bei Nichteinhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen.

In den meisten europäischen Ländern ist innerorts die Geschwindigkeit wie in Deutschland auf 50 km/h begrenzt. Ausnahmen sind Großbritannien, wo die maximale Höchstgeschwindigkeit 48 km/h (30 mp/h) beträgt, und Mazedonien. Dort variiert die maximale Geschwindigkeit innerorts zwischen 40 und 60 km/h. In Polen sind nachts von 23 bis 5 Uhr sogar 60 km/h erlaubt.

Außerorts bewegt sich die Geschwindigkeitsbegrenzung in Europa zwischen 80 und 90 km/h. Finnland und Österreich erlauben 100 km/h. Für extra ausgewiesene, vierspurige Schnellstraßen gelten Sonderregelungen; je nach Land dürfen sie mit 110 bzw. 120 km/h befahren werden. Im Schnitt darf die Tachonadel auf den meisten europäischen Autobahnen 130 km/h anzeigen. In Norwegen müssen sich die Autofahrer etwas bremsen, dort sind nur 100 km/h erlaubt; auf Schwedens Schildern stehen entweder 110 oder 120 km/h als Höchstgeschwindigkeit. Polen liegt sogar über dem Durchschnitt, dort sind 140 km/h erlaubt.

Police Motorcycle Cop MirrorTemposünder werden im europäischen Ausland teilweise erheblich zur Kasse gebeten. In Italien beispielsweise werden für Geschwindigkeitsüberschreitungen nachts zwischen 22 und 7 Uhr um ein Drittel höhere Bußgelder erhoben. Auch in Skandinavien, insbesondere Norwegen, werden Verstöße streng geahndet. Dort müssen Raser mit einem Bußgeld von mindestens 465 Euro rechnen. Ebenfalls interessant zu wissen ist, dass sich die Bußgelder in manchen Ländern erheblich erhöhen, wenn sie nicht umgehend bezahlt werden. Zudem ist im Oktober 2010 das sogenannte Vollstreckungsabkommen in Kraft getreten: Seitdem können nicht bezahlte Bußgelder aus den anderen 26 EU-Ländern auch hierzulande vollstreckt werden. Dafür muss das Bußgeld inklusive Verfahrensgebühren mindestens 70 Euro betragen.

Nach einem Unfall kommt es auf jede Sekunde an. Doch häufig müssen sich Helfer viel länger durch den stockenden Verkehr und den bereits entstandenen Stau kämpfen als nötig. Der Grund? Vielen Autofahrern ist nicht bewusst, dass sie bei Stau eine Rettungsgasse für Polizei, Feuerwehr oder Notarzt bilden müssen.

Unfall auf der A 46. Ein Notarzt-Wagen bahnt sich den Weg durch den Stau. Bildquelle: ADAC e.V.

Unfall auf der A 46. Ein Notarzt-Wagen bahnt sich den Weg durch den Stau. Bildquelle: ADAC e.V.

Eine funktionierende Rettungsgasse kann nur entstehen, wenn alle Kraftfahrer an einem Strang ziehen, die Vorschriften einhalten und ein Bewusstsein für die Situation entwickeln. So kann jeder Autofahrer dazu beitragen, schnelle Hilfe zu ermöglichen und die Überlebenschance von Unfallopfern zu erhöhen. Bereits bei stockendem Verkehr muss eine Rettungsgasse gebildet und offen gehalten werden. Wenn die Fahrzeuge bereits dicht auf dicht stehen, was im Falle eines Staus häufig vorkommt, ist es nicht mehr möglich, den Einsatzfahrzeugen rechtzeitig Platz zu schaffen. Der Standstreifen ist für Einsatzfahrzeuge übrigens ungeeignet: Da er nicht überall durchgehend ausgebaut ist und auch Pannenfahrzeuge den Weg versperren können, ist die Bildung einer Rettungsgasse von entscheidender Bedeutung.

Befahren werden darf die Rettungsgasse ausschließlich von Rettungs- und Hilfsfahrzeugen. Dazu zählen: Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Krankenwagen, Abschlepp- und Pannendienstfahrzeuge. Allen anderen Kraftfahrern ist die Durchfahrt untersagt, die Nichtbeachtung wird mit einem Bußgeld geahndet. Sobald Fahrzeuge mit Sondersignalen gehört oder gesehen werden, sollten Autofahrer laut ADAC folgende Anweisungen befolgen:

  • Die Geschwindigkeit verringern
  • im Zweifelsfall anhalten, aber das Fahrzeug möglichst parallel zur Fahrtrichtung ausrichten, damit das Heck des Fahrzeugs nicht in die Rettungsgasse hineinragt
  • den Blinker setzen, um den Verkehrsteilnehmern und Rettungsfahrzeugen mitzuteilen, zu welcher Seite man ausweichen möchte
  • ausreichend Abstand zum Vordermann einhalten
  • die Standspur, wenn möglich, frei halten
  • unbedingt die Rettungsgasse offen halten – häufig folgen weitere Rettungs- und Einsatzfahrzeuge

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Der ADAC weist übrigens darauf hin, dass alle Autofahrer, die gegen das Gebot der Rettungsgasse verstoßen, mit einem Bußgeld von mindestens 20 Euro rechnen müssen.

Senior man washing his carBesonders in der kalten Jahreszeit leidet das Auto unter den Umwelteinflüssen – Schnee, Eis, Kälte und besonders Salz greifen die Teile an. Um entspannt in den Frühling zu starten, empfiehlt sich neben einer gründlichen Reinigung auch ein rechtzeitiger Frühjahrscheck. Auch wenn im Moment noch kühle Temperaturen herrschen und Schnee nicht ausgeschlossen werden kann, sollten Pkw-Halter demnächst an eine Extraportion Pflege fürs Auto denken.

Wenn sich die nass-graue Jahreszeit dem Ende nähert, wird es Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, denn die regennassen Straßen sorgen nicht nur dafür, dass das Auto dreckig aussieht, vielmehr leiden auch Batterie, Gummischläuche, Reifen und Unterboden im Winter sehr.

Car washingAls Erstes steht putzen auf dem Plan. Hierfür empfiehlt sich die Nutzung einer Waschanlage mit einer vorherigen Behandlung durch einen Hochdruckstrahler, da sonst kleine Steinchen Lackschäden anrichten können. Eine Unterboden- und Motorwäsche hilft ebenso, den Winter aus dem Fahrzeug zu vertreiben. Abschließend sorgt eine Politur für die notwendige Lackpflege und einen tollen Glanz. Bei der Pflege die Felgen nicht vergessen, denn auf ihnen lagert sich aggressiver Bremsstaub ab. Auch die Gummiteile, beispielsweise an den Fensterscheiben, sollten gereinigt und mit einer speziellen Gummipflege vor dem Reißen bewahrt werden.

Für die Innenraumpflege alles Unnötige aus Kofferraum und Handschuhfach entfernen und so unnützen Ballast aussortieren. Dann mit den Fußmatten beginnen und das Auto aussaugen. Mit speziellen Cockpitsprays lassen sich Armaturen schnell und effektiv reinigen. Für den richtigen Durchblick alle Fensterscheiben auch von innen putzen. Zu guter Letzt die Klimaanlage überprüfen und eventuell den Filter austauschen lassen, um die Verbreitung von Bakterien zu verhindern.

Alles andere kann man getrost den Fachkräften im Autohaus des Vertrauens überlassen. Zu einem günstigen Preis gibt es einen umfassenden Check mit zahlreichen Prüfpunkten, bei denen Mechaniker auf die verschiedenen Funktionen achten und etwaige Geräusche analysieren.

Mit diesem „Wohlfühlprogramm“ sieht das Auto nicht nur schick aus, sondern ist auch für alle Ausflüge in den Frühling gewappnet.

 

Der Winter steht vor der Tür und mit ihm nicht nur Kaminabende, heißer Kakao und Rodelpartien, sondern auch vereiste Straßen, Schnee und Kälte. Damit gilt es auch das Auto an die besonderen Bedürfnisse dieser Jahreszeit anzupassen.

Sie heißen M&S oder M+S (Matsch und Schnee) und sind bei niedrigen Temperaturen die treusten Begleiter: Winterreifen. Ihren ersten Auftritt sollten sie jedoch nicht mit dem ersten Schnee haben, sondern bereits bei dauerhaft sinkenden Temperaturen. Andernfalls riskieren Fahrer Rutschpartien sowie längere Bremswege. Ihre Gummimischung sowie ihr Profil passen sich den widrigen Straßenverhältnissen optimal an und weisen so bessere Hafteigenschaften auf als Sommerreifen, selbst wenn diese über ein ausreichendes Profil verfügen. Generell sollten Fahrer ihre Winterreifen bei 4 mm Profiltiefe austauschen und das Tempolimit beachten.

Auf den ersten Blick haben Ganzjahresreifen viele Vorteile: Sie sind im Sommer sowie Winter einsetzbar, der Halter des Fahrzeugs muss keinen Reifenwechsel vornehmen und auch die Kosten für einen zweiten Satz Reifen entfallen. Besonders in Ländern, in denen geringe Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten bestehen, sind sie beliebt. Doch auch, wenn der Name es verspricht, Ganzjahresreifen können nicht mit Winterreifen konkurrieren und stellen in allen Belangen einen Kompromiss dar.

Bei den Breitreifen hingegen hat sich in den letzten Jahren einiges getan. War es vor einigen Jahren noch undenkbar mit ihnen sicher durch den Winter zu kommen, schneiden sie heute ausgezeichnet bei entsprechenden Tests auf Eis und Schnee ab.

In Deutschland gibt es keine Winterreifenpflicht, hingegen aber ein situatives Sommerreifenverbot. Hierbei handelt es sich um eine Verhaltensvorschrift, die von allen Kraftfahrzeugführern auf deutschen Straßen zu beachten ist. Damit gilt sie auch für ausländische Fahrzeuge. Der Verordnungsgeber sprach sich deutlich gegen eine Ausrüstungsvorschrift aus, die an ein bestimmtes Datum gebunden ist, wie es in vielen Nachbarländern der Fall ist. Ein Verstoß wird mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Zudem kann die falsche Bereifung bei einem Unfall zu Problemen mit der Kfz-Haftpflichtversicherung führen.

Trotz allen Wissens und der besten Ausrüstung gilt im Winter: Vorausschauend und umsichtig fahren und Abstand halten.

In diesen Tagen beginnt für viele Schulanfänger der Ernst des Lebens. Doch nicht nur in der Schule erleben sie eine gänzlich neue Welt. Viele nehmen erstmals aktiv am Straßenverkehr teil. Und gerade dort lauern zahlreiche Gefahren auf die ABC-Schützen. So schätzen sie Situationen oft falsch ein und wechseln unbedarft die Straßenseite, ohne auf den Verkehr zu achten. Zudem haben Kinder eine zwei- bis dreifach längere Reaktionszeit als Erwachsene und lassen sich leicht ablenken. Da scheint der Ball, der über die Straße rollt, zuweilen interessanter für die Kleinen als ein heranfahrender Pkw.

Autofahrer können das Gefahrenpotenzial aber entschärfen, indem sie ihren Fahrstil entsprechend anpassen. Das heißt: Fuß vom Gas nehmen und immer bremsbereit sein. Gerade während der Hol- und Bringzeiten frühmorgens und mittags ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Fährt der Schulbus mit eingeschaltetem Warnblinklicht zur Haltestelle, dürfen die Autofahrer auf keinen Fall überholen. Ist der Bus dann zum Stehen gekommen, kann man im Schritttempo langsam vorbeifahren.

Aber auch die Eltern können ihren Schützlingen helfen, den Schulweg sicher zu meistern. Sie sollten mit den Kindern die Strecke vor dem ersten Schultag ablaufen, so sind die Kleinen bereits mit dem Weg vertraut. Hier gilt: Sicherheit vor Schnelligkeit. Kinder sollten besser wenige Minuten länger laufen und dafür viel befahrene Straßen meiden. Empfehlenswert ist es darüber hinaus, dem eigenen Kind die Verkehrsregeln zu erklären und es auf mögliche Gefahren hinzuweisen. Damit die Autofahrer die jungen Verkehrsteilnehmer auch in der dunklen Jahreszeit sofort erkennen, sollten die Schüler helle Kleidung mit Lichtreflektoren tragen. Das gilt auch für Kinder, die schon in der ersten Klasse mit dem – selbstverständlich verkehrssicheren – Fahrrad zur Schule fahren. In dem Fall sollte natürlich auch ein Helm vor bösen Verletzungen schützen. Bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, sollten die Kleinen immer auf einem für ihre Größe passenden Kindersitz Platz nehmen.

Und entscheidend ist: Eltern und Autofahrer sind gleichermaßen Vorbilder für die Schulstarter. Wenn sie sich verantwortungsbewusst verhalten und ein gutes Beispiel geben, hat das auch positive Auswirkungen auf die jungen Verkehrsteilnehmer. Dann steht einem guten und vor allem sicheren Schulstart nichts mehr im Wege.

Sommerzeit ist Urlaubszeit: Das haben auch die Tankstellen begriffen und ziehen ihre Preise in dieser Jahreszeit wieder kräftig an – zum Leidwesen der Autofahrer. Nach dem Volltanken bereitet so manchem der Blick auf die Quittung Bauchschmerzen. Doch mit ein paar einfachen Tricks kann wirklich jeder zum knauserigen Spritsparer mutieren: Schon die Wahl der richtigen Tankstelle kann den Geldbeutel schonen, dabei können passende Apps für das Smartphone helfen. Auch der Zeitpunkt sollte gut gewählt sein. So ist es erfahrungsgemäß nicht ratsam, an einem Freitag zu tanken, denn dann sind die Preise am höchsten. Auch die Tageszeit kann Auswirkungen auf den Preis haben. Also einfach Augen und Ohren offen halten.

Doch das Sparen endet nicht an der Tankstelle. Ganz entscheidend beeinflusst der eigene Fahrstil den Verbrauch. Bis zu 20 Prozent Kraftstoff kann sparen, wer seine Fahrweise effizient ausrichtet. Das beginnt schon beim Anfahren: Hier ist möglichst frühes Hochschalten in den zweiten Gang angesagt. Orientieren sollte sich der Fahrer am Drehzahlmesser. Spätestens bei 2000 U/min empfiehlt sich ein Gangwechsel. Wer sein Fahrzeug mit gemütlichen 50 km/h durch die Stadt lenkt, kann getrost in den höchsten Gang schalten – solange der Motor nicht ruckelt. Zudem sollte der Spritsparer darauf achten, vorausschauend unterwegs zu sein. Dazu zählt: schnelles Bremsen und Beschleunigen vermeiden. Und möglichst lange die Motorbremswirkung nutzen. Wenn die Ampel dann in einiger Entfernung auf Rot springt, ruhig in den Leerlauf schalten und den Schwung ausnutzen. Bei längeren Rot-Phasen oder an Bahnübergängen sollte der Motor unbedingt abgestellt werden, bei neueren Fahrzeugen übernimmt dies inzwischen das Start-Stopp-System.

Der nächste Spritspar-Tipp betrifft die Technik im Innenraum. Egal ob Klimaanlage, Gebläse oder Sitzheizung: Sie alle sind Spritfresser und gehören, wenn nicht gerade benötigt, ausgeschaltet. Selbstverständlich wirkt sich auch zusätzliches Gewicht negativ auf den Spritverbrauch aus. Schwere Gepäckstücke an Bord, Dachboxen oder Fahrradträger sind allesamt Feinde jedes Spritsparers und unnötiger Ballast obendrein. Schließlich sei allen dazu geraten, den Luftdruck der Reifen regelmäßig zu überprüfen – und nach Möglichkeit Leichtlauf- oder Energy-Reifen mit geringem Rollwiderstand zu verwenden.

Zum Schluss noch ein heißer Tipp für alle, die sonntags ihren Wagen aus der Garage holen, um dann zum zwei Kilometer entfernten Bäcker zu fahren: Solche Kurzstrecken sollte man vermeiden. Denn: Der Motor hat nicht genügend Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen, der Spritverbrauch schießt in die Höhe. Also einfach sich mal auf den Drahtesel schwingen, die frische Luft genießen und bares Geld sparen.