Endlich den eigenen Führerschein in den Händen halten, selbst zu Freunden oder in die Disco fahren und kleine Spritztouren unternehmen – mit der kleinen Plastikkarte verbinden viele junge Menschen ein großes Stück Freiheit. Doch mit der theoretischen und praktischen Prüfung ist es nicht getan, erst viel Übung macht einen sicheren Fahrer aus. Und steht der Kauf des ersten eigenen Wagens an, gibt es viele Details zu beachten, die Kosten sparen und Fehler vermeiden helfen.

Soll es aus Kostengründen ein gebrauchter Wagen sein, gibt es heute über zwanzig weitere Publikationen, mit denen sich die aktuellen Werte von motorisierten Fahrzeugen ermitteln lassen. Über Online-Fahrzeugmärkte, zum Beispiel www.schmidt-und-koch.de oder www.mobile.de, können diese Zahlen tagesaktuell abgerufen werden. Zwischen Neu- und Gebrauchtwagen stehen die sogenannten Werksdienstwagen oder Jungwagen. Diese stammen beispielsweise von VW-Mitarbeitern, die in einem festgelegten Turnus ihre Wagen wechseln. Jungwagen wurden nur einige Monate nach ihrer Zulassung gefahren und weisen damit trotz des deutlich geringeren Neupreises eine geringere Laufleistung auf.

Eine Haftpflichtversicherung schreibt der Gesetzgeber für jeden Autofahrer vor. Diese übernimmt im Schadensfall die Kosten des Geschädigten. Unbedingt sollten Pkw-Besitzer die höchstmögliche Deckungssumme abschließen, doch Fahranfänger werden automatisch in die Klasse null eingestuft und kommen dann schnell auf einen Beitragssatz von 230 Prozent. Unter Umstände gibt es günstigere Einstufungen durch bereits vorhandene Verkehrserfahrung auf Mofa oder Moped, durch begleitetes Fahren oder durch eine Autozulassung über die Eltern. Nachfragen und Recherchieren im Internet lohnt sich!

Im Gegenzug zur Haftpflichtversicherung stellt der Abschluss einer Kaskoversicherung eine freiwillige Leistung dar. Sie deckt Schäden, die am eigenen Fahrzeug entstehen. Während eine Vollkasko alle Schäden ersetzt, egal wer sie verursacht hat, übernimmt eine Teilkasko Schäden durch Brand/Explosion, Kurzschlüsse, Diebstahl, Zusammenstöße mit Großtieren und Wild, Marderbiss, Glasbruch sowie Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung. Bei einem Vertrag mit Selbstbeteiligung zahlen Versicherungsnehmer im Schadensfall einen Teil selbst, meist 150 Euro oder 300 Euro. Vorsicht: Bei grob fahrlässigem Verhalten des Fahrers besteht kein Versicherungsschutz.

 

 

 

 

 

  • bei Ablenkung durch mitfahrende Kinder oder Tiere
  • bei Ablenkung durch heruntergefallene Zigaretten
  • beim Wechseln von CDs
  • bei extrem überhöhter Geschwindigkeit oder gefährlichen Überholmanövern
  • unter Alkohol-, Drogen-, oder Medikamenteneinfluss
  • bei Unfallflucht

So gerüstet und informiert fällt es Fahranfängern leicht, sich beim Kauf des ersten eigenen Wagens zu orientieren und schließlich genau das auf alle individuellen Bedürfnisse abgestimmte Gefährt zu finden.

Jede neue Autogeneration bietet den Fahrgästen mehr Technik, mehr Komfort und mehr Sicherheit. Doch diese zahlreichen Verbesserungen mit ihren elektrischen Zuleitungen sorgen auch dafür, dass bei einem Unfall eine schnelle Befreiung der Insassen für Einsatzkräfte immer schwieriger wird. Rettungskarten erleichtern dabei den Zugriff aufs Fahrzeuginnere.

Bereits seit Einführung des Airbags Anfang der 1990er-Jahre veröffentlicht der Verband der Automobilindustrie Fachinformationen für Feuerwehren. Aber erst seit 2007 existieren herstellerübergreifende einheitliche Rettungsdatenblätter für nahezu alle Automodelle, 2009 startete der ADAC eine Initiative mit dem Ziel, alle Neufahrzeuge mit einheitlichen Rettungskarten auszustatten. ADAC-Experte Hans-Jürgen Feldhusen dazu: „Für Verletzte zählt jede Minute und eine Rettungskarte kann hier schnell helfen.“

Die Rettungskarte ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Feuerwehr beim Freischneiden von Unfallopfern aus dem Fahrzeug

Die Rettungskarte ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Feuerwehr beim Freischneiden von Unfallopfern aus dem Fahrzeug. Bildquelle: ADAC Hessen-Thüringen e.V.

Auf Rettungskarten finden alle relevanten Informationen übersichtlich Platz. Auf schematischen Zeichnungen sind beispielsweise Batterien, Airbags, Tanks oder elektrische Teile gekennzeichnet. Außerdem erhalten Einsatzkräfte Auskunft darüber, wo das Fahrzeug gefahrlos und schnell aufgeschnitten werden kann – nämlich dort, wo sich keine Karosserieversteifungen oder Starkstromleitungen befinden. Statistiken des ADAC belegen, dass bei neueren Autos die Bergungsarbeiten nach einem Unfall länger dauern als bei älteren Autos. Diesem Umstand beugt eine mitgeführte Rettungskarte vor. Aber nicht nur bei Neufahrzeugen, sondern auch bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen zeigt sich die Bedeutung der Rettungskarte. Alternative Antriebe sind für die Feuerwehren oft noch Neuland, dabei laufen hier immerhin bis zu 650 Volt Spannung durch die Leitungen. Auch bei Gasautos müssen die Einsatzkräfte wissen, wo Tanks, Sicherheitsventile und Leitungen liegen.

Nach Empfehlung des ADAC drucken Fahrzeughalter ihre Rettungskarte selbst aus – alle verfügbaren Karten finden Interessierte unter www.adac.de. Anschließend die Rettungskarte hinter der Sonnenblende befestigen und am linken Rand der Windschutzscheibe den Aufkleber „Rettungskarte im Fahrzeug“ platzieren. Aufkleber gibt es in jeder ADAC-Geschäftsstelle.

 

Leistung und SicherhABC Tafeleit zählen für viele Kunden zu den wohl wichtigsten Aspekten beim Autokauf. Doch nicht jeder Interessent kann Angaben oder Abkürzungen wie ESP auf Anhieb deuten. Wie hängen beispielweise PS- und kW-Werte zusammen? Welche Systeme zählen inzwischen zum Standard bei Fahrzeugen?

Sowohl PS als auch kW geben die Leistungsfähigkeit des Motors an, das bedeutet, wie viel Energie der Motor in einem gewissen Zeitraum aufbringt. Die Bezeichnung Kilowatt – entsprechend 1.000 Watt – geht auf den Erfinder James Watt zurück. Während Hersteller in der Vergangenheit immer noch beide Werte aufführten, ist die Angabe der Pferdestärken seit dem 1. Januar 2010 in der Europäischen Union nicht mehr zulässig. Hersteller müssen sich auf Kilowatt beschränken. 1 PS entspricht ungefähr drei Viertel kW.

Auch der sogenannte Hubraum wirkt sich auf die Leistungsstärke des Motors aus. Denn dieser Wert gibt den Raum an, der sich in den Zylindern zwischen der obersten und der untersten Stellung der Kolben befindet. Ein größerer Hubraum führt zu einer höheren Leistung, da das pro Kolbenhub verdrängte Gasvolumen mehr Kraft auf Kolben und Kurbelwelle ausübt. Hersteller geben den Hubraum in Kubikzentimetern an, umgangssprachlich hat sich die Angabe in Litern durchgesetzt.

Die sogenannte Stotterbremse muss bei alten Autos noch vom Fahrer durchgeführt werden, wird allerdings bei modernen Modellen vom Antiblockiersystem – kurz ABS – übernommen. Es sorgt automatisch dafür, dass die Räder nicht blockieren. Dabei erkennt das System, wenn bei einer Vollbremsung eines der Räder zu blockieren droht, und reduziert sofort den Bremsdruck. Läuft das Rad wieder frei, erhöht es den Druck.ABS Sicherheit

Noch einen Schritt weiter als das Antiblockiersystem geht das Elektronische Stabilisierungsprogramm. Es setzt bei kritischen Fahrsituationen ein, beispielweise Schleudergefahr oder drohendem Ausbrechen des Fahrzeuges, und bremst gezielt einzelne Räder ab oder reduziert bei Bedarf die Motorleistung.

Als Bestandteil des ESP verhindert die Antriebsschlupfregelung das Durchdrehen der Räder beim Anfahren oder Beschleunigen. Vor allem auf glatten oder unbefestigten Untergründen kommt diesem System eine besondere Bedeutung zu.

DSG-Getriebe bestehen aus zwei voneinander unabhängigen Teilgetrieben. Über die Doppelkupplung werden die beiden Getriebe abwechselnd mit dem Motor verbunden. Die Doppelkupplung erlaubt dabei einen automatischen Schaltvorgang ohne Zugkraftunterbrechung. Das Doppelkupplungsgetriebe DSG verfügt über zwei Fahrprogramme: den Normal- und den Sportmodus. Im Sportbetrieb fährt das DSG die Gänge weiter aus und schaltet bei Bedarf früher zurück. Die Gänge können jedoch auch manuell geschaltet werden. Besonders sportlich ist dies über den Tiptronic-Schalter am Multifunktionslenkrad möglich, das Kuppeln erfolgt jedoch immer vollautomatisch.

DB2013AL12817_large.JPGEin Leben ohne Smartphone und/oder Tablet ist für immer mehr Menschen kaum vorstellbar. Dabei geht es nicht nur um die ständige Erreichbarkeit, sondern auch um die zahllosen Informationen, die das Internet bietet. Volkswagen hat sich vorgenommen, seinen Kunden solche Informationen auch während Autofahrten zur Verfügung zu stellen. Car-Net ermöglicht die mobile Anbindung des Fahrzeugs an das Internet – entweder über Smartphone oder über eine separate SIM-Karte. Car-Net gliedert sich dabei in drei Teilbereiche.

e-Remote gewährt einen bequemen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen von Elektrofahrzeugen. Ganz praktisch vom Computer oder dank der e-Remote-App auch komfortabel vom Smartphone aus. Unterstützte Funktionen sind beispielsweise das Batterie-Management, Klimatisierung, Türen & Licht oder auch die Programmierung von Abfahrtszeiten. Nutzer optimieren dank abrufbarer Fahrdaten den Verbrauch oder lassen sich die aktuelle Parkposition des Fahrzeugs anzeigen.

Der Dienst Guide & Inform umfasst alle Car-Net-Funktionen zur Unterstützung des Fahrers. So meldet das System in Echtzeit aktuelle Stauwarnungen, gibt die Zahl freier Parkplätze in umliegenden Parkhäusern bekannt oder weist die Tankstellen mit den günstigsten Spritpreisen aus. Nutzer können Navigationsziele von der Firma, von zu Hause oder von unterwegs an das Fahrzeug senden, mit der integrierten Sonderzielsuche lassen sich Restaurants, Museen oder Kinos in fremder Umgebung entdecken.

Mit Security & Service sind Fahrer noch komfortabler unterwegs. Das Dienstepaket von Car-Net bietet mobilen Zugriff auf wichtige Fahrzeugfunktionen und verbindet Flexibilität und Transparenz für noch mehr Komfort. Ob Service-Terminplanung, automatische Unfallmeldung, Pannenruf oder eine Online-Diebstahlwarnanlage: Persönliche Dienste unterstützen Nutzer in jeder Situation und versorgen sie mit allen wichtigen Informationen rund um ihre Mobilität.

DB2015AL03701_largeAbgerundet wird Car-Net durch die Funktion App-Connect: Sie ermöglicht die Einbindung und Nutzung zahlreicher Smartphone-Apps aus dem Google und Apple Store. Dabei können Apps sowohl mit MirrorLink™ übertragen werden als auch auf Basis der Plattformen Android Auto™ (Google) und CarPlay™ (Apple). Neben einer fahrzeuggerechten Darstellung der Inhalte und einer Bedienung der Apps am Radio- oder Radio-Navigationsgerät stehen den Kunden nun auch die Sprachbedienungen per Siri oder Google Voice zur Verfügung. App-Connect kann optional für alle Fahrzeuge mit dem Radio Composition Media oder dem Radio-Navigationssystem Discover Media bestellt werden. Weitere Informationen inklusive Systemvoraussetzungen und aktuell angebotener Fahrzeugmodelle sind unter www.volkswagen.de/car-net abrufbar.

Dieb schaut durch AutoscheibeIn den Ferien möchte jeder entspannen und die freien Tage genießen. Trotzdem dürfen Urlauber nicht den Schutz von Auto und Gepäck vernachlässigen. Leider passiert dies schnell: Eben noch war die Familie Eis essen und nun ist das Auto weg. Oder das Pärchen steht nach kurzem Einkaufsbummel vor einem Wagen mit zertrümmerter Fensterscheibe – Radio und Designer-Sonnenbrille fehlen.

Laut Institut für technische Sicherheit keine Ausnahme: In beinahe jedem zweiten parkenden Auto finden Langfinger reiche Beute – von teuren Taschen über CDs bis hin zu Laptops und Handys ist alles dabei. Zum Aufbrechen benötigen Profis knappe fünf Sekunden, weniger Geübte schlagen einfach die Scheibe ein und schon ist der Weg frei.

Verlassen Autofahrer also auch nur für kurze Zeit ihren Pkw oder Mietwagen, gilt es verschiedene Tipps zu beachten:

Diebstahl aus AutoBei längerer Parkdauer sollte das Auto nach Möglichkeit auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Nützlich ist außerdem jede Art von mechanischer oder elektronischer Wegfahrsperre. Besonders Schlösser an Schalthebel oder Handbremse und Sperrstöcke, die das Lenkrad fixieren, sind schwer zu knacken und bedeuten für einen Dieb sowohl mehr Arbeit als auch eine größere Gefahr, ertappt zu werden. Teure Autos sollte man mit einer hochwertigen Alarmanlage ausrüsten, die Wegfahrsperre gehört heutzutage glücklicher Weise bei den meisten Fahrzeugen bereits zur Serienausstattung. Letztere unterbricht Benzinpumpe, Zündung und Zündspule.

Absolut notwendig ist es darüber hinaus, keine Wertgegenstände oder beispielsweise portable Navigationssysteme und deren Halterung im Fahrzeug liegen zu lassen. Auch sollten Fahrer immer den Wagenschlüssel abziehen und das Auto absperren, selbst wenn sie es nur für kurze Zeit verlassen, zum Beispiel zum Bezahlen an der Tankstelle. Bei Übernachtungen ist es wichtig, sämtliches Gepäck aus dem Kofferraum zu nehmen. Außerdem sollten Ausweise, Fahrzeugpapiere, Hinweise zur Wohnungsanschrift und Hausschlüssel nie im Auto gelassen werden.

Falls ein Autoknacker Schaden an den Scheiben oder der Innenausstattung anrichtet, kommt die Teilkasko-Versicherung dafür auf. Wenn er allerdings noch mehr zerstört und beispielsweise den Lack zerkratzt, hilft nur noch eine Vollkasko-Versicherung. Bei Diebstählen heißt es immer: Unverzüglich Anzeige erstatten, denn die Anzeigenbestätigung müssen Fahrzeughalter der Versicherung vorlegen.

Mehr Tipps und Tricks zur Prävention von Autodiebstählen und ‑einbrüchen gibt es unter www.polizeiberatung.de.

Besteht der Wunsch nach einem neuen Auto, zeigt der Kassensturz schnell, ob das Geld für einen Neuwagen reicht oder ob sich das Wunschmodell nicht besser unter den Gebrauchtwagen im Umkreis finden lässt. Ist die Entscheidung für einen Gebrauchten gefallen, steht die grundsätzliche Frage an: Privatmann oder Händler? Auch wenn ein Auto von privat zunächst als die günstigere Alternative erscheint, können solche Schnäppchen schnell teuer werden.

AutomarktPrivate Verkäufer bieten häufig das günstigere Auto. Nach Schätzungen des ADAC liegt der Preis beim Privatkauf in der Regel 8 Prozent unter dem Händler-Verkaufspreis. Doch dieser höhere Preis bietet erheblich mehr Sicherheit: Denn mit ihm geht auch ein umfangreiches Leistungspaket einher. Der Händler haftet für Sachmängel und wird daher bemüht sein, den Zustand des Autos möglichst genau zu beschreiben, indem er vor dem Verkauf eine exakte Durchsicht des Wagens vornimmt. Ein Ausschluss der Sachmängelhaftung ist gesetzlich nicht zulässig, Klauseln wie „Gekauft wie gesehen“ haben keine Wirksamkeit. In den ersten sechs Monaten nach dem Kauf liegt die Beweislast zudem allein beim Verkäufer: Er muss nachweisen, dass zum Zeitpunkt der Fahrzeugübergabe alles einwandfrei funktioniert hat. Zu einem Besichtigungstermin sollten Interessenten trotzdem immer eine Begleitperson mitnehmen, um im Nachhinein Überraschungen zu vermeiden. Mögliche Schäden lassen sich zu zweit besser entdecken und auch bei einer ausgiebigen Probefahrt sind zwei Eindrücke besser als einer.

Beim Kauf vom Privatmann gilt es übrigens unbedingt vor Antritt der Probefahrt zu klären, wie das Auto versichert ist. Für den Fall, dass der Fahrer einen Schaden verursacht, ist eine Vollkaskoversicherung am besten. So muss der Interessent nur die Selbstbeteiligung und einen möglichen Höherstufungsschaden ersetzen.

Dealer, female client and auto in car dealershipWichtig vor allem bei jüngeren Gebrauchtwagen: Viele Hersteller bieten inzwischen sogenannte Anschlussgarantien für Neuwagen an, welche bis den Garantiezeitraum um bis zu drei Jahre verlängern. Da dieser Zeitraum nicht an den Fahrzeughalter, sondern an das Fahrzeug gebunden ist, sind diese geldwerten Vorteile beim Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs inklusive. Die Augen nach speziell solchen Autos offenzuhalten, lohnt sich also.

In immer mehr deutsche Städte halten verkehrsberuhigte Zonen – umgangssprachlich gerne Spielstraßen genannt – Einzug. Zunächst handelt es sich bei Straßen mit dem bekannten blau-weißen Zeichen offiziell nicht um Spielstraßen. Letztere sind „Verkehrsflächen, die für den gesamten Fahrzeugverkehr (also nicht nur für Kraftfahrzeuge) gesperrt sind“. Anders verhält es sich mit den verkehrsberuhigten Zonen: Hier sind Fahrzeuge aller Art erlaubt, müssen allerdings auf alle anderen Verkehrsteilnehmer besondere Rücksicht nehmen. Obwohl es verkehrsberuhigte Bereiche schon lange gibt und falsche Antworten in der amtlichen Führerscheinprüfung mit vier Punkten schwer wiegen, kennen viele Autofahrer sich mit der hier geltenden Verordnung nicht aus.

Schild mit Spielstrae und Sonne, WolkenIn verkehrsberuhigten Bereichen dürfen Pkws nicht schneller unterwegs sein als Fußgänger: Die deutsche Rechtsprechung beziffert diese Schrittgeschwindigkeit auf vier bis sieben km/h. Eine leichte Drosselung des Tempos im Vergleich zur 30er-Zone reicht also nicht aus, denn Autofahrer sind angehalten, ständig mit auf der Straße spielenden Kindern zu rechnen. Letzteres ist in verkehrsberuhigten Zonen übrigens ausdrücklich erlaubt. Wer gegen diese Verordnung handelt, zahlt je nach Tempo ein Bußgeld von mindestens 15 Euro – für Radfahrer gilt dies ebenso.

Viele Autofahrer überrascht diese Regel sicherlich: Beim Verlassen einer verkehrsberuhigten Zone gilt nicht die Regel „Rechts vor links“. Hier muss jeder allen anderen Fahrzeugen Vorfahrt gewähren – egal ob sie von rechts oder links kommen. Dies gilt sogar, wenn zwischen dem Verkehrszeichen „Ende des verkehrsberuhigten Bereichs“ und der Querstraße noch einige Meter zurückzulegen sind. „Rechts vor links“ gilt nur innerhalb der Zone selbst.

Parken ist nur auf besonders gekennzeichneten Flächen erlaubt. Gibt es keine freien Parkflächen, müssen Fahrzeughalter außerhalb des verkehrsberuhigten Bereichs einen Parkplatz suchen. Ausnahmen: Ein- oder Aussteigen, Be- oder Entladen. Auch diese Regel liegt bei den spielenden Kindern begründet, denn bei auf der Straße abgestellten Fahrzeugen erhöht sich die Gefahr plötzlich auf der Fahrbahn auftauchender Kinder.

SpielstrafleGenerell gilt: Fußgänger, Kinder und Tiere haben grundsätzlich Vorrang vor Fahrzeugen, dürfen sie aber nicht unnötig behindern. Die Einhaltung dieser Regeln sorgt für ein friedliches Miteinander in reinen und meist eng bebauten Wohnvierteln. Vor allem Kinder erhalten mit dieser besonderen Verkehrsberuhigung eine wertvolle Erweiterung ihres Freizeitbereichs.

Zurzeit haben die Werkstätten gut zu tun, denn die Reifensaison ist im vollen Gange. Durch den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen hat der überwiegende Teil der Fahrzeughalter in diesen Tagen einen Termin in der Werkstatt ihres Vertrauens.

Winter tyres in extreme cold temperatureEigentlich beginnt die empfohlene Wechselzeit schon früher, denn in diesen Breitengraden sollte man von Oktober bis Ostern auf Winterreifen setzen – also von O bis O. Viele Autofahrer warten leider den ersten Bodenfrost ab, ehe sie den Reifenwechsel vornehmen. Dabei verlieren Sommerreifen bereits bei Temperaturen von unter sieben Grad Celsius Haftung zum Boden, da der Gummi stark aushärtet.

Zu diesem Problem gesellt sich allerdings noch ein weiteres: Tatsächlich erleben die Mitarbeiter der Werkstätten regelmäßig böse Überraschungen an der Hebebühne. Reifen, die nicht passen, die nicht für Pkws zugelassen sind, deren Profiltiefe zu gering sind oder die falsch, beispielsweise entgegen der Laufrichtung, montiert sind, sorgen oft für Kopfschütteln bei den Profis. Regelmäßig sehen sie Fahrzeuge, deren Reifen schon fast abfallen.

Luftdruck„Man sollte beim Radwechsel deshalb unbedingt Profis ranlassen“, betont Günther Engelke, stellvertretender Obermeister der Bremer Innung des Kraftfahrzeugtechniker-Handwerks. „Alufelgen, wie sie heute bei vielen Autos üblich sind, müssen mit einem richtigen Drehmoment angezogen werden. Nur so ist sichergestellt, dass die Felgen korrekt aufsitzen.“ Seine Empfehlung: Unbedingt die Radbolzen nach 50 Kilometern nachziehen lassen und keinesfalls selbst Hand anlegen. „So kann der Kunde sicher sein, dass sie bei der richtigen Temperatur ruhen und vor dem Aufsetzen umfassend kontrolliert werden. Der Service eines Reifenhotels wird meist für wenig Geld angeboten“.

RatgeberBei vielen Fahrzeughaltern wird ein Thema gedanklich ganz weit weg geschoben: der Unfall. Dabei kann er mit oder ohne Eigenverschulden schnell passieren und dann ist guter Rat teuer. Wie muss man sich nach einem Unfall verhalten? Wann ruft man die Polizei? Was genau ist eigentlich Fahrerflucht?
Diesen und anderen Fragen widmet sich der neue Unfallratgeber „Für den Ernstfall vorbereitet. Mit Checkliste und Unfallprotokoll, sowie Wissenswertes zu den Themen Erste Hilfe und Fahrerflucht“ des Verbands für bürgernahe Verkehrspolitik. Interessierte finden den Ratgeber als kostenfreien Download hier.

italian sign with plantsSommerzeit ist Reisezeit. Viele Deutsche verbringen ihren Urlaub im europäischen Ausland und fahren entweder mit dem eigenen Auto dorthin oder mieten sich vor Ort ein Fahrzeug, um die Gegend zu erkunden. Bei sämtlichen Fahrten ist jedoch Obacht geboten, da in den einzelnen Ländern oftmals andere Verkehrsregeln gelten als in Deutschland. Vor Reiseantritt sollten Autofahrer sich unbedingt über die jeweiligen Gegebenheiten in den Urlaubsländern informieren. Insbesondere bei den Tempolimits gibt es keine einheitlichen Regelungen und es drohen oftmals hohe Geldbußen bei Nichteinhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen.

In den meisten europäischen Ländern ist innerorts die Geschwindigkeit wie in Deutschland auf 50 km/h begrenzt. Ausnahmen sind Großbritannien, wo die maximale Höchstgeschwindigkeit 48 km/h (30 mp/h) beträgt, und Mazedonien. Dort variiert die maximale Geschwindigkeit innerorts zwischen 40 und 60 km/h. In Polen sind nachts von 23 bis 5 Uhr sogar 60 km/h erlaubt.

Außerorts bewegt sich die Geschwindigkeitsbegrenzung in Europa zwischen 80 und 90 km/h. Finnland und Österreich erlauben 100 km/h. Für extra ausgewiesene, vierspurige Schnellstraßen gelten Sonderregelungen; je nach Land dürfen sie mit 110 bzw. 120 km/h befahren werden. Im Schnitt darf die Tachonadel auf den meisten europäischen Autobahnen 130 km/h anzeigen. In Norwegen müssen sich die Autofahrer etwas bremsen, dort sind nur 100 km/h erlaubt; auf Schwedens Schildern stehen entweder 110 oder 120 km/h als Höchstgeschwindigkeit. Polen liegt sogar über dem Durchschnitt, dort sind 140 km/h erlaubt.

Police Motorcycle Cop MirrorTemposünder werden im europäischen Ausland teilweise erheblich zur Kasse gebeten. In Italien beispielsweise werden für Geschwindigkeitsüberschreitungen nachts zwischen 22 und 7 Uhr um ein Drittel höhere Bußgelder erhoben. Auch in Skandinavien, insbesondere Norwegen, werden Verstöße streng geahndet. Dort müssen Raser mit einem Bußgeld von mindestens 465 Euro rechnen. Ebenfalls interessant zu wissen ist, dass sich die Bußgelder in manchen Ländern erheblich erhöhen, wenn sie nicht umgehend bezahlt werden. Zudem ist im Oktober 2010 das sogenannte Vollstreckungsabkommen in Kraft getreten: Seitdem können nicht bezahlte Bußgelder aus den anderen 26 EU-Ländern auch hierzulande vollstreckt werden. Dafür muss das Bußgeld inklusive Verfahrensgebühren mindestens 70 Euro betragen.