Leistung und SicherhABC Tafeleit zählen für viele Kunden zu den wohl wichtigsten Aspekten beim Autokauf. Doch nicht jeder Interessent kann Angaben oder Abkürzungen wie ESP auf Anhieb deuten. Wie hängen beispielweise PS- und kW-Werte zusammen? Welche Systeme zählen inzwischen zum Standard bei Fahrzeugen?

Sowohl PS als auch kW geben die Leistungsfähigkeit des Motors an, das bedeutet, wie viel Energie der Motor in einem gewissen Zeitraum aufbringt. Die Bezeichnung Kilowatt – entsprechend 1.000 Watt – geht auf den Erfinder James Watt zurück. Während Hersteller in der Vergangenheit immer noch beide Werte aufführten, ist die Angabe der Pferdestärken seit dem 1. Januar 2010 in der Europäischen Union nicht mehr zulässig. Hersteller müssen sich auf Kilowatt beschränken. 1 PS entspricht ungefähr drei Viertel kW.

Auch der sogenannte Hubraum wirkt sich auf die Leistungsstärke des Motors aus. Denn dieser Wert gibt den Raum an, der sich in den Zylindern zwischen der obersten und der untersten Stellung der Kolben befindet. Ein größerer Hubraum führt zu einer höheren Leistung, da das pro Kolbenhub verdrängte Gasvolumen mehr Kraft auf Kolben und Kurbelwelle ausübt. Hersteller geben den Hubraum in Kubikzentimetern an, umgangssprachlich hat sich die Angabe in Litern durchgesetzt.

Die sogenannte Stotterbremse muss bei alten Autos noch vom Fahrer durchgeführt werden, wird allerdings bei modernen Modellen vom Antiblockiersystem – kurz ABS – übernommen. Es sorgt automatisch dafür, dass die Räder nicht blockieren. Dabei erkennt das System, wenn bei einer Vollbremsung eines der Räder zu blockieren droht, und reduziert sofort den Bremsdruck. Läuft das Rad wieder frei, erhöht es den Druck.ABS Sicherheit

Noch einen Schritt weiter als das Antiblockiersystem geht das Elektronische Stabilisierungsprogramm. Es setzt bei kritischen Fahrsituationen ein, beispielweise Schleudergefahr oder drohendem Ausbrechen des Fahrzeuges, und bremst gezielt einzelne Räder ab oder reduziert bei Bedarf die Motorleistung.

Als Bestandteil des ESP verhindert die Antriebsschlupfregelung das Durchdrehen der Räder beim Anfahren oder Beschleunigen. Vor allem auf glatten oder unbefestigten Untergründen kommt diesem System eine besondere Bedeutung zu.

DSG-Getriebe bestehen aus zwei voneinander unabhängigen Teilgetrieben. Über die Doppelkupplung werden die beiden Getriebe abwechselnd mit dem Motor verbunden. Die Doppelkupplung erlaubt dabei einen automatischen Schaltvorgang ohne Zugkraftunterbrechung. Das Doppelkupplungsgetriebe DSG verfügt über zwei Fahrprogramme: den Normal- und den Sportmodus. Im Sportbetrieb fährt das DSG die Gänge weiter aus und schaltet bei Bedarf früher zurück. Die Gänge können jedoch auch manuell geschaltet werden. Besonders sportlich ist dies über den Tiptronic-Schalter am Multifunktionslenkrad möglich, das Kuppeln erfolgt jedoch immer vollautomatisch.

DB2013AL12817_large.JPGEin Leben ohne Smartphone und/oder Tablet ist für immer mehr Menschen kaum vorstellbar. Dabei geht es nicht nur um die ständige Erreichbarkeit, sondern auch um die zahllosen Informationen, die das Internet bietet. Volkswagen hat sich vorgenommen, seinen Kunden solche Informationen auch während Autofahrten zur Verfügung zu stellen. Car-Net ermöglicht die mobile Anbindung des Fahrzeugs an das Internet – entweder über Smartphone oder über eine separate SIM-Karte. Car-Net gliedert sich dabei in drei Teilbereiche.

e-Remote gewährt einen bequemen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen von Elektrofahrzeugen. Ganz praktisch vom Computer oder dank der e-Remote-App auch komfortabel vom Smartphone aus. Unterstützte Funktionen sind beispielsweise das Batterie-Management, Klimatisierung, Türen & Licht oder auch die Programmierung von Abfahrtszeiten. Nutzer optimieren dank abrufbarer Fahrdaten den Verbrauch oder lassen sich die aktuelle Parkposition des Fahrzeugs anzeigen.

Der Dienst Guide & Inform umfasst alle Car-Net-Funktionen zur Unterstützung des Fahrers. So meldet das System in Echtzeit aktuelle Stauwarnungen, gibt die Zahl freier Parkplätze in umliegenden Parkhäusern bekannt oder weist die Tankstellen mit den günstigsten Spritpreisen aus. Nutzer können Navigationsziele von der Firma, von zu Hause oder von unterwegs an das Fahrzeug senden, mit der integrierten Sonderzielsuche lassen sich Restaurants, Museen oder Kinos in fremder Umgebung entdecken.

Mit Security & Service sind Fahrer noch komfortabler unterwegs. Das Dienstepaket von Car-Net bietet mobilen Zugriff auf wichtige Fahrzeugfunktionen und verbindet Flexibilität und Transparenz für noch mehr Komfort. Ob Service-Terminplanung, automatische Unfallmeldung, Pannenruf oder eine Online-Diebstahlwarnanlage: Persönliche Dienste unterstützen Nutzer in jeder Situation und versorgen sie mit allen wichtigen Informationen rund um ihre Mobilität.

DB2015AL03701_largeAbgerundet wird Car-Net durch die Funktion App-Connect: Sie ermöglicht die Einbindung und Nutzung zahlreicher Smartphone-Apps aus dem Google und Apple Store. Dabei können Apps sowohl mit MirrorLink™ übertragen werden als auch auf Basis der Plattformen Android Auto™ (Google) und CarPlay™ (Apple). Neben einer fahrzeuggerechten Darstellung der Inhalte und einer Bedienung der Apps am Radio- oder Radio-Navigationsgerät stehen den Kunden nun auch die Sprachbedienungen per Siri oder Google Voice zur Verfügung. App-Connect kann optional für alle Fahrzeuge mit dem Radio Composition Media oder dem Radio-Navigationssystem Discover Media bestellt werden. Weitere Informationen inklusive Systemvoraussetzungen und aktuell angebotener Fahrzeugmodelle sind unter www.volkswagen.de/car-net abrufbar.

Haltern von älteren Pkw mögen einige der Assistenzsysteme, die inzwischen in immer mehr neue Modelle eingebaut werden, übertrieben oder gar unnötig erscheinen. Doch es steht fest: Die Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie hat das vollautomatische Fahrzeug zum Ziel. Neben Komfortsystemen wie Einparkhilfen, Regen- oder Lichtsensoren geht es dabei um Sicherheitsfunktionen, die Kollisionen, Unfälle und damit Verletzungen verringern können. Um einige Beispiele der Letzteren soll es im Folgenden gehen.

Front AssistZu den bekannteren Assistenzsystemen im Sicherheitsbereich zählt der Notbremsassistent (auch Front Assist). Er registriert über Radar rechtzeitig eine drohende Kollision (mit fahrendem oder stehendem Hindernis) und löst innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Teilbremsung aus. Reagiert der Fahrer nicht, wird das Fahrzeug vollautomatisch abgebremst.

Side AssistDer Spurassistent (auch Side Assist) hat mithilfe von kleinen Kameras den toten Winkel im Blick. Das System warnt den Fahrer nur in relevanten Situationen und meist ab 50-60 km/h: So erfolgt keine Warnung für stehende Objekte oder entgegenkommende Fahrzeuge. Ebenso werden Fahrzeuge, die mehr als eine Fahrspur entfernt sind, ignoriert.

Lenkkorrekturen mit Lane AssistEine andere Funktion hat ein Spurhalteassistent (auch Lane Assist). Ab einer Geschwindigkeit von 60-70 km/h erfasst eine Kamera die Fahrbahnmarkierungen. Je nach Modell nimmt das System einen korrigierenden Lenkeingriff vor oder warnt den Fahrer durch ein Vibrieren oder einen Warnton vor einem Fahrbahnwechsel. Voraussetzung ist, dass die Blinker nicht aktiv sind und somit nichts auf einen gewollten Spurwechsel hindeutet.

Besonders pfiffig ist die Müdigkeitserkennung: Ab einer Geschwindigkeit von 60-70 km/h wertet das System kontinuierlich das Fahrverhalten aus, zum Beispiel beim Lenken, und zieht Schlüsse auf die Fahrtüchtigkeit des Fahrers. Hat das System eine Müdigkeit erkannt, empfiehlt es dem Fahrer durch optische und akustische Signale eine Pause.

Anhand dieser Beispiele zeigt sich: Das Fahren mithilfe von Assistenzsystemen macht Sinn und hilft, Unfälle zu verhindern. Bis zum vollautomatischen Pkw dauert es nicht mehr lange, man darf gespannt sein!

In den 1980ern wünschten sich viele Fans von Knight Rider ein Auto wie K.I.T.T. Dass die  heutigen Autos gar nicht mehr so weit davon entfernt sind, ihren Fahrer in brenzligen Situationen an der nächsten Ecke abzuholen, konnte man damals noch nicht ahnen. Zwar gibt es in dem Sinne noch keine sprechenden Autos, jedoch unterstützen heutzutage zahlreiche Assistenzsysteme den Fahrer und sorgen für mehr Komfort und Sicherheit. Und die Hersteller sind dabei, immer neue, raffiniertere Techniken zu entwickeln.

Audi beispielsweise plant, seine Fahrzeuge mit einer innovativen Technik auszustatten, die es ermöglicht, dass sie selbsttätig in Parkhäusern und Tiefgaragen ein- und wieder ausparken. Der Fahrer muss das Fahrzeug einfach nur an der Einfahrt abgeben und später wieder in Empfang nehmen – alles andere erledigt das Fahrzeug von alleine. Dafür muss allerdings auch das Parkhaus entsprechend ausgerüstet werden: Ein Zentralrechner lotst das Fahrzeug per WLAN zum nächsten freien Parkplatz und überwacht seine Bewegungen per Radar, das Auto checkt dabei sein Umfeld permanent mit zwölf Ultraschall-Sensoren und vier Videokameras.

Seien wir also gespannt, welche Innovationen uns die Automobilindustrie in Zukunft noch präsentieren wird.