Der Name Adam Opel steht bis heute für unternehmerischen Mut und großen Erfolg, doch nicht nur dem gelernten Schlosser, sondern auch seiner Frau Sophie gebührt diese Ehre.

Als der 20-jährige Adam Opel im Jahr 1857 zu mehreren Wanderjahren aufbrach, ahnte niemand, dass sein Weg ihn unter anderem nach Paris führen und er sich dort umfangreiches Wissen über Nähmaschinen aneignen würde. 1862 in seine Heimatstadt Rüsselsheim zurückgekehrt, gründete er eine eigene Nähmaschinenmanufaktur. Schnell stiegen die Produktionszahlen und wirtschaftlicher Erfolg stellte sich ein – auch weil Spezialnähmaschinen für Sonderanfertigungen produziert wurden. 1868 heiratete Opel die aus bescheidenen Verhältnissen stammende Gastwirttochter Sophie Marie Scheller, die ihm zeitlebens eine ebenbürtige und wichtige Partnerin sein sollte. Als ihr Vater 100.000 Taler in der Braunschweigischen Lotterie gewann, stellte sie ihrem Mann ihren Anteil zur Verfügung. Damit konnte eine erste Dampfmaschine für die Produktion angeschafft werden und bald exportierte er als größter Nähmaschinenproduzent Deutschlands nach ganz Europa.

Erst 1886 begann Adam Opel auf Drängen seiner fünf Söhne mit dem Bau von Fahrrädern. Alle Söhne waren begeisterte Radfahrer, allein Fritz gewann über 180 erste Preise auf Opel Fahrrädern. Damit avancierten sie zum besten Werbeträger, denn nach jedem Rennsieg steigen die Auftragszahlen. Obwohl zu dieser Zeit jährlich etwa 20.000 Nähmaschinen das Werk verließen, überholten die Fahrradumsätze bald das Nähmaschinengeschäft. Doch 1895 starb Adam Opel und Sophie erbte den Hauptteil des Unternehmens. Zusammen mit den ältesten Söhnen Carl und Wilhelm übernahm sie die Geschäfte und die Verantwortung für über 1.000 Mitarbeiter.

Kurz vor seinem Tod soll Adam Opel beim Anblick eines Automobils ausgerufen haben: „Aus diesem Stinkkasten wird nie mehr werden als ein Spielzeug für Millionäre, die nicht wissen, wie sie ihr Geld wegwerfen sollen!“ Trotzdem entschied sich Sophie 1898 für den Einstieg in die Automobilproduktion und wurde für ihren Mut belohnt: 1901 verließen bereits 30 serienproduzierte Fahrzeuge die Fabrik. Als 1911 die Jahresherstellung bereits auf 3.000 Stück gestiegen war, vernichtete ein Großbrand das gesamte Opel-Werk. Doch mit dem Wiederaufbau wurde sofort begonnen, die Nähmaschinenproduktion wurde nun allerdings endgültig eingestellt. Im Oktober 1913 starb auch „Mutter Opel“, wie Sophie liebevoll von den Angestellten genannt wurde. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen sein 50. Jubiläum gefeiert.

Seit fünf Jahrzehnten stellt der Porsche 911 das Herzstück der Marke dar und kaum ein anderes Automobil kann auf eine so lange Tradition und Kontinuität zurückblicken. Mit über 820.000 gebauten Fahrzeugen ist er der erfolgreichste Sportwagen der Welt. Die beiden Porsche Zentren in Bremen und Oldenburg feierten das Jubiläum zusammen mit ihren Kunden und Mitarbeitern am 20. September 2013. Im Rahmen einer großen Abendgala erlebten die über 800 Gäste eine Zeitreise durch die verschiedenen Jahrzehnte – von der Präsentation des Porsche 911 im September 1963 bis zur Vorstellung des neuen Porsche Turbo S auf der diesjährigen IAA in Frankfurt.

Schon das Ambiente des Restaurants El Mundo, direkt am Hafenbecken des Europahafens in Bremen gelegen, beeindruckte die Gäste sehr. Auf der langen Promenade waren die verschiedenen 911er-Modelle aus den Jahren 1963 bis 2013 zu bewundern. Am Kai vor der Location hatte eine Luxusyacht der Bremer Werft Drettmann festgemacht, zeitgleich wurde das Hafenbecken faszinierend von Lichtdesignern illuminiert.

Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste vom El Mundo Küchenchef Manfred Suhling. Zusammen mit seinem Team zauberte er ein mehrgängiges Menü der Spitzenklasse. Moderator des Abends war Jan Stecker, bekannt aus der TV Sendung „Abenteuer Auto“. Er informierte die Gäste nicht nur über die gesamte Geschichte des Porsche 911, sondern untermalte dies mit Meilensteinen und kleinen Anekdoten aus den letzten 50 Jahren. Dazu versetzten die Musicaldarsteller Alica Boll, Marc Derichs und Tim Müller die Gäste musikalisch in die fünf Jahrzehnte. Von Elvis, Abba, Queen bis zu Adele – eine fantastische Zeitreise, die mit der eindrucksvollen Präsentation des neuen 560 PS starken Porsche Turbo S endete. Am Ende des Abends fühlte sich jeder Gast wie in einer Zeitmaschine.

Zwei große Geburtstagstorten in Form des Porsche 911 waren der Abschluss eines erlebnisreichen Abends. „Leidenschaft ist unser Antrieb“, so hatte der Geschäftsführer des Porsche Zentrum Bremen Klaus Schwartz die Geladenen begrüßt. Und diese Leidenschaft wurde von der ersten bis zur letzten Sekunde dieses Events von allen Akteuren überzeugend vermittelt.

Als Henry Ford am 30. Juli 1863 als ältestes von sechs Kindern einer Bauernfamilie geboren wurde, ahnte noch keiner, dass er einer der bekanntesten Einwohner der USA und mehrfacher Millionär werden sollte. Obwohl er in der örtlichen Dorfschule nur eine geringe Bildung erhalten hatte, war er sehr an Mechanik interessiert und richtete sich im Alter von zwölf Jahren bereits einen eigenen Werkraum ein. Mit 16 Jahren zog er in die nahe Großstadt Detroit und begann dort eine Lehre als Maschinist.

Nach mehreren Jahren in verschiedenen Unternehmen wurde Ford 1891 als Ingenieur bei der Edison Illuminating Company eingestellt, Gründer und Direktor war Thomas Alva Edison, Erfinder der Glühbirne. Mit diesem Karrieresprung war es ihm endlich möglich, mehr Zeit und Geld in persönliche Experimente mit Verbrennungsmotoren zu stecken. 1896 mündeten die Versuche im Automobil „Quadricycle“, was Ford dazu bewog, seine Stellung zu kündigen und 1899 sein eigenes Unternehmen zu gründen. Die Detroit Automobile Company war bereits nach zwei Jahren insolvent, die wenig später ins Leben gerufene Ford Motor Company sollte dagegen Bestand und Erfolg haben.

1908 brachte die Ford Motor Company das berühmte Modell T, besser bekannt als Tin Lizzy, auf den Markt. Henry Ford persönlich gewann mit diesem Automobil mehrere Rennen und sorgte damit in den ganzen USA für Aufmerksamkeit. Von da an brauchte die „Tin Lizzy“ keinerlei Öffentlichkeitsarbeit mehr, sie war auf den Straßen allgegenwärtig. Bereits 1918 war jeder zweite Wagen in Amerika ein Modell T. Bis 1927 sollten von diesem Modell 15 Millionen hergestellt werden, ein Rekord, der die nächsten 45 Jahre bestehen sollte.

Heute hört man häufig von den vergleichsweise guten Arbeitsbedingungen in den Ford-Werken. Jedoch lag Henry Ford nicht mehr an seinen Arbeitern als jedem anderen Unternehmer seiner Zeit. Mit recht hohen Tageslöhnen, Gewinnbeteiligung und Acht-Stunden-Arbeitstag wollte Henry Ford nicht die Lebensumstände seiner Arbeiter verbessern, sondern ihre Kaufkraft stärken. So sollte der Absatz massengefertigter Produkte wie seiner Autos gesichert werden.

Am 1. Januar 1919 übergab Henry Ford den Vorsitz der Ford Motor Company an seinen Sohn Edsel, behielt aber nach wie vor großen Einfluss. Obwohl Edsel den Vorsitz des Unternehmens innehatte, entschied Henry Ford weiterhin über fast alles. 1943 starb Edsel, was Henry Ford dazu bewog, den Vorsitz im Alter von 79 Jahren erneut zu übernehmen. 1945 übergab Henry Ford ein zweites und letztes Mal die Unternehmensführung, dieses Mal an seinen Enkel Henry Ford II. Am 7. April 1947 verstarb Henry Ford im Alter von 83 Jahren auf seinem Anwesen in Dearborn, Michigan.

Die Erfolgsgeschichte begann 1947 mit nur wenigen Strichen:Der niederländische Volkswagen Importeur Ben Pon zeichnete am 23. April 1947 einen kompakten Bus in sein Notizbuch. Er hatte die simple Silhouette eines stark verkürzten Linienbusses über den Radstand des Käfers gesetzt und in das Heck ein „M“ für Motor gezeichnet. Diese Skizze war der Startschuss für ein Fahrzeug, das der Ende der 1940er-Jahre aufblühende Markt brauchte: ein einfacher, robuster und flexibler Transporter, der preiswert zu fertigen war.

Der rundliche Prototyp, der 1949 im Wolfsburger Werk Premiere feierte, bekam prompt seinen Spitznamen weg: Bulli. Die Serienproduktion startete am 8. März 1950 – die erste Generation mit ca. 1,8 Millionen Exemplaren wurde bis zum Jahr 1967 gebaut. Dabei gab es zahlreiche verschiedene Modelle, vom Bus über den Kastenwagen bis hin zur Pritsche. Aufgrund des zunehmenden Erfolgs musste die Transporterproduktion bereits Mitte der 1950er-Jahre ausgelagert werden: Am 8. März 1956 lief im neu erbauten Volkswagen Werk in Hannover der erste Bulli vom Band.

1967 kam die zweite Generation des Transporters auf den Markt, der T2. Die größte Veränderung sah man an der Frontscheibe – stark gerundet und ungeteilt kam durch sie deutlich mehr Licht in den Innenraum und verbesserte die Sicht für den Fahrer. 2.277.307 Fahrzeuge dieses Typs erblickten das Licht der Straße, bevor er 1979 vom T3 abgelöst wurde. Neben vielen technischen Neuerungen an Fahrwerk und Motor hatte die dritte Generation  auch eine neue Karosserie zu bieten. Trotzdem lief der Verkauf nicht so überzeugend wie bei seinen Vorgängern. Erst mit neuen, leistungsstärkeren Motoren schaffte er es, die Herzen der Fahrer zu gewinnen. 1983 setzte Volkswagen mit dem Verkaufsstart des T3 Caravelle, eines komfortablen Personenwagens im Transporterformat, einen weiteren Meilenstein – ein modernes Großraumfahrzeug war entstanden. 1990 ging es in Form des T4 in die vierte Runde. Als erster Transporter war er mit Frontmotor und Frontantrieb ausgestattet und legte auch optisch eins drauf – das typische Bulli-Aussehen wich einem modernen Design.

Seit März 2003 steht nun die fünfte Generation des Transporters in den Verkaufsräumen. Die Besonderheit: T5 Multivan und T5 Transporter sind nunmehr eigenständige Fahrzeuge. Als praktischer Transporter bietet der T5 jede Menge Stauraum und zahlreiche Varianten: unterschiedliche Dachhöhen, Karosserieformen und Motorisierungen sind nach Belieben wählbar. Als familienfreundliches Fahrzeug hingegen kommt der Multivan daher. Zahlreiche weitere Modelle und Individualisierungsmöglichkeiten machen den T5 somit zu einem Fahrzeug, das für jedermann der perfekte Begleiter im Straßenverkehr ist.

Wenn so ein VW Bus erst einmal ins Rollen gerät, ist er nur schwer zu stoppen.

Bei seiner Geburt im Jahre 1875 hätte wohl niemand vermutet, dass aus ihm ein berühmter Automobilkonstrukteur und Gründer einer international tätigen Firma werden würde. Doch Ferdinand Porsche zeigte schon früh außergewöhnliches technisches Talent, vor allem im Bereich Elektrotechnik. Ohne höhere Bildung stieg er bei einem Elektrizitätswerk vom Mechaniker zum Leiter der Prüfabteilung auf, konstruierte einen Radnaben-Elektromotor und baute 1899 das erste Hybrid- und Allradfahrzeug der Welt, den Lohner-Porsche.

Ferdinand Porsche am Steuer.Anschließend machte er ab 1906 als Entwicklungs- und Produktionsleiter bei der Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft (Austro-Daimler) Karriere: Bereits 1917 wurde er zum Generaldirektor bestellt. Bekannt dafür, dass er die Rennwagen bei Wettbewerben selbst fuhr, verließ er allerdings 1923 Austro-Daimler, nachdem der Vorstand die Mittel der Sportwagenabteilung stark gekürzt hatte.

Eine neue Heimat fand er in Stuttgart, wo er 1930 die Dr. Ing. h. c. F. Porsche GmbH gründete. Die Firmenanteile lagen zu 70 Prozent bei Porsche, zu 15 Prozent beim Kaufmann und Rennfahrer Adolf Rosenberger und zu 15 Prozent bei seinem Schwiegersohn, dem Wiener Rechtsanwalt Anton Piëch. Ab 1934 konstruierte Porsche im Auftrag des Reichsverbandes der Automobilindustrie den deutschen Volkswagen, später auch KdF-Wagen oder VW Käfer genannt.

Die Geschäfte liefen gut und ab 1938 konnte Porsche sich Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagenwerk G.m.b.H. nennen. Das Werk wurde als modernstes Automobilwerk Europas aufgebaut, doch der KdF-Wagen wurde nie ausgeliefert. Stattdessen wurde die von Porsche mitentwickelte Technik im Kübel- und Schwimmwagen der Wehrmacht verwendet. Überhaupt stellt das Dritte Reich eine dunkle Zeit in Porsches Lebenslauf dar: 1937 Mitglied der NSDAP, 1939 Wehrwirtschaftsführer, 1942 SS-Oberführer, von 1941-43 Vorsitzender der Panzerkommission – das sind einige der bekannten Stationen.

Ferdinand und Ferry PorscheNach Kriegsende verbrachten Ferdinand Porsche und Anton Piëch knapp zwei Jahre in französischen Gefängnissen, danach schloss Porsche mit Volkswagen einen Vertrag zur Weiterentwicklung des VW Käfers. Dies bildete die finanzielle Basis für das Stuttgarter Autowerk Dr. Ing. h. c. F. Porsche KG. Tatsächlich wurde erst von seinem Sohn Ferry das erste Fahrzeug entwickelt, welches den Familiennamen trug. Porsche starb 1951 in Stuttgart.

Wäre Václav Klement im Jahre 1895 mit seiner Beschwerde in tschechischer Sprache über die mangelhafte Haltbarkeit seines Fahrrades beim Dresdner Hersteller Seidel & Naumann nicht auf taube Ohren gestoßen, wäre das Straßenbild heute wohl „Škoda-los“. Diese Begebenheit führte nämlich dazu, dass Buchhändler Klement und Fahrradmechaniker Václav Laurin am 18. Dezember desselben Jahres die Fahrradmanufaktur Laurin & Klement gründeten, die die Basis für einen aufstrebenden Automobilhersteller werden sollte.

Zunächst baute das Unternehmen Fahrräder, später folgten Modelle mit Hilfsmotor, ab 1899 wurden die ersten Motorräder produziert. Erst ab 1905 stieg Laurin & Klement mit der sieben PS starken „Voiturette“ in die Automobilproduktion ein. Daneben stellte der Autobauer Stationärmotoren, Nutzfahrzeuge, Omnibusse, landwirtschaftliche Maschinen und Straßenwalzen her und konnte sich bald größter Automobilhersteller Österreich-Ungarns nennen. Um das durch den Ersten Weltkrieg geschwächte Unternehmen wieder zu stärken, erfolgte 1925 der Zusammenschluss mit den Pilsener Škoda-Werken. Dieser hatte zur Folge, dass die Fahrrad- und Motorradproduktion eingestellt wurde und die Fahrzeuge fortan mit Doppel-Emblem „Laurin & Klement – Škoda“ vom Band liefen. Gegen Ende der 1920er-Jahre fiel das Logo der Gründerväter dann ganz weg.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Unternehmen verstaatlicht und schrittweise in die beginnende Planwirtschaft eingebunden. Den Mitte der 1950er-Jahre beginnenden Trend zur Herstellung von Heckmotor-betriebenen Autos konnte Škoda erst 1964 mit dem Modell „1000 MB“ aufgreifen, zu groß war der technische Vorsprung der außerhalb des Ostblocks liegenden Automobilhersteller. 1987 kehrten die Tschechen dann zum Frontmotor zurück. In Ostdeutschland zählte der Škoda damals zu den wichtigsten Importwagen und machte rund zehn Prozent des Pkw-Bestandes aus.

1990 beschloss die tschechoslowakische Regierung im Rahmen der Privatisierung das Unternehmen an die Volkswagen AG  zu verkaufen; seit dem 16. April 1991 gehört die Marke zum Volkswagen Konzern.Im Laufe der Jahre erreichte Škoda mit vielen Erfolgsmodellen,darunter der Fabia und der Octavia, einen bemerkenswerten Marktanteil in Westeuropa. Passend dazu gab es Anfang Februar dieses Jahres allen Grund zum Feiern: Das 15-millionste Auto seit Einstieg in die Automobilproduktion im Jahre 1905 lief vom Band: ein silberner Octavia der dritten Generation.

Als Porsche 1963 auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt einen Sportwagen mit der Bezeichnung 901 präsentierte, ahnte wohl noch keiner, dass dieses Fahrzeug einmal als 911 das Herzstück der Marke werden würde. 911 steht für Tradition, Innovation und Kontinuität. Jede seiner nunmehr sieben Generationen ist ein Unikat – und doch gleichzeitig ein typischer 911. Über 820.000 Exemplare wurden im vergangenen halben Jahrhundert produziert, was den 911 zum erfolgreichsten Sportwagen der Welt macht.

Kein Wunder! Sportlichkeit trifft Alltagstauglichkeit, Design begegnet Funktionalität und auch Exklusivität und soziale Akzeptanz schließen sich bei diesem Modell nicht aus. Ferry Porsche brachte die Eigenschaften des Ausnahmemodells auf den Punkt: „Der 911 ist das einzige Auto, mit dem man von einer afrikanischen Safari nach Le Mans, dann ins Theater und anschließend auf die Straßen von New York fahren kann.“

Auch die Technologie des Ausnahme-Sportlers ist zu jeder Zeit richtungsweisend: Viele der im 911 eingesetzten Ideen haben ihren Ursprung auf der Rennstrecke, die den Konstrukteuren von Porsche als wichtigstes Prüflabor dient. Nicht von ungefähr bekam der 911 im Jahr 2011 die ADAC-Auszeichnung „Gelber Engel“ in der Kategorie Qualität. Kundenzufriedenheitsbefragungen und die ADAC-Pannenstatistik verhalfen ihm aufs Siegertreppchen – erstmals in der Geschichte dieses Preises gelang es einem Sportwagen, diese Trophäe einzuheimsen. Der 911 sieht also nicht nur gut aus, sondern glänzt auch in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit.

Auf unserer kleinen Reise um die Welt (in Südamerika und China waren wir ja schon) wollen wir uns nun in Großbritannien umsehen, dem Land des Vauxhalls.

Als Alex Wilson & Company im Jahr 1857 gegründet, benannte sich die Firma 1894 in Vauxhall Iron Works um (und damit nach ihrem Stadtviertel). Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde sie bereits 1925 von General Motors gekauft. In den 1970er-Jahren begann General Motors, die Produktlinien von Opel und Vauxhall miteinander zu verflechten, größtenteils zugunsten der Opel-Fahrzeuge. Der erste Vertreter dieser neuen Strategie, der Vauxhall Chevette aus dem Jahr 1975, war eigentlich ein Opel Kadett. Wie bei seinen Nachfolgern unterschieden sich nur die Namensgebung und der Kühlergrill mit großem „V“ und eingesetztem Vauxhall-Emblem von seinem deutschen Schwester-Fahrzeug.

Im Jahr 1979 lief das letzte eigenständige Vauxhall-Modell, der Viva, vom Band. Seitdem gibt es beim britischen Traditionsunternehmen nur noch reproduzierte Modelle, die sich weder technisch noch in der Ausstattung vom Original unterscheiden, allerdings nicht nur von Opel. So zum Beispiel kam von der australischen General-Motors-Marke Holden das Monaro Coupé oder es wurde aus dem japanischen Isuzu MU Wizard der Vauxhall Frontera.

Seit den frühen Neunzigern tragen alle Opel- und Vauxhall-Modelle identische Typbezeichnungen, in der Frontpartie präsentiert sich bei Vauxhall das „V“ weniger deutlich. Einen ähnlichen Weg der Reproduktion beschritt General Motors übrigens in Australien und in den USA. „Down under“ nannten die Opel/Vauxhall-Modelle sich Holden, in den Vereinigten Staaten bis 2009 Saturn.

Das neueste Modell ist der Vauxhall ADAM. Produziert werden die meisten Fahrzeuge in den beiden britischen Werken in Luton bei London und Ellesmere Port.

Nein, wir möchten mit dieser provokanten Überschrift natürlich nicht die gesamte Marke infrage stellen. Aber woher kommt der Name Audi? Und welche weiteren kleinen wissenswerten Details abseits alles Technischen gibt es von dem Ingolstädter Konzern?

Nur wenige wissen, dass Unternehmensgründer August Horch 1910 einen Namen für seine Firma suchte und ihn dank eines Zwickauer Schülers fand, der „Horch“ schlichtweg ins Lateinische übersetzte. Heraus kam „Audi“ (zu Deutsch „Hör zu!“ oder „Horch!“). Auch hatte das Unternehmen seinen Sitz zunächst in Zwickau, das Markenlogo mit den vier Ringen geht auf die Zusammenführung insgesamt vierer Unternehmen zur „Auto Union“ im Jahr 1932 zurück: Jeder der Ringe steht für eines der Unternehmen. Eine Anekdote am Rande: Zwischen 1914 und 1926 wurde der Audi Typ G mit 22 PS gebaut, mit ganzen 1.122 Exemplaren das bis dahin erfolgreichste Modell der Audi Werke.

1949/50 bedurfte es nach der Enteignung durch die sowjetische Militäradministration einer Neugründung, die in Ingolstadt stattfand. Seit 1966 gehört das Unternehmen zur Volkswagen AG.

Im Kultur-und Sportsponsoring ist der Ingolstädter Hersteller sehr aktiv: Seit 2000 ist Audi die dominierende Kraft beim Rennen „24 Stunden von Le Mans“. Bis auf 2003 und 2009 standen die Ingolstädter immer ganz oben auf dem Siegertreppchen. Auch bei den Deutschen Tourenwagen-Masters stellt Audi regelmäßig den Gewinner. Im Fußball bestehen langjährige Partnerschaften mit dem FC Chelsea, FC Bayern München, Real Madrid CF, FC Barcelona, AC Mailand und Ajax Amsterdam. Im Golf ist unter anderem der Audi quattro Cup ein fester Bestandteil des Turnierkalenders.

Im Bereich Kultursponsoring liegt der Schwerpunkt auf der klassischen Musik, zum Beispiel mit den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival oder einem von Audi selbst veranstalteten Klassikfestival in Ingolstadt.Und last but not least sind immer wieder Audi Modelle in Kino-Blockbustern zu sehen, so in „Mission: Impossible II“ (2000, Audi TT), „I, Robot“ (2004, Audi A2, A6, TT und die Spezialanfertigung Audi RSQ), „Iron Man 1 + 2“ (2008/2010, Audi A8, R8, S5, Q7) oder „James Bond Skyfall“ (2012, Audi A5).

Wie kaum ein anderes Auto verkörpert der Ford Mustang „the way of drive“. PS-stark, athletisch und maskulin sind nur einige Adjektive, die ihn treffend beschreiben. Im Rahmen der Produktoffensive soll das imageträchtige Pony Car zukünftig auch offiziell in Europa vertrieben werden. Bislang können Mustang-Liebhaber ihr Traumauto nur über einen Importeur beziehen. Wenn genau der Verkauf in Deutschland startet, steht jedoch noch nicht fest.

Die Erfolgsstory des Klassikers begann im Jahr 1964 in den USA. Sage und schreibe 22.000 Bestellungen nahmen die Händler am 17. April, dem Tag der Markteinführung, für den heutigen Klassiker auf. Die Begeisterung ging sogar so weit, dass in Garland, Texas, der Gewinner einer Versteigerung darauf bestand, in seinem zukünftigen Fahrzeug zu übernachten, bis am nächsten Tag der Scheck eingelöst werden konnte. Die Verkaufszahlen lagen weit über den Erwartungen der Ford Motor Company: 418.812 Autos fanden im ersten Jahr einen Abnehmer.

Der damals entflammte Hype hat sich über fast 50 Jahre und verschiedene Modellgenerationen gehalten. Diverse Film- und Fernsehauftritte, ihm gewidmete Songs und sogar eine eigene Briefmarke machen ihn auch popkulturell zu einem wahren Sternchen der Automobilbranche.

Freuen wir uns also darauf, dass zukünftig mehr dieser eindrucksvollen Sportwagen unsere Straßen bereichern.