Dieb schaut durch AutoscheibeIn den Ferien möchte jeder entspannen und die freien Tage genießen. Trotzdem dürfen Urlauber nicht den Schutz von Auto und Gepäck vernachlässigen. Leider passiert dies schnell: Eben noch war die Familie Eis essen und nun ist das Auto weg. Oder das Pärchen steht nach kurzem Einkaufsbummel vor einem Wagen mit zertrümmerter Fensterscheibe – Radio und Designer-Sonnenbrille fehlen.

Laut Institut für technische Sicherheit keine Ausnahme: In beinahe jedem zweiten parkenden Auto finden Langfinger reiche Beute – von teuren Taschen über CDs bis hin zu Laptops und Handys ist alles dabei. Zum Aufbrechen benötigen Profis knappe fünf Sekunden, weniger Geübte schlagen einfach die Scheibe ein und schon ist der Weg frei.

Verlassen Autofahrer also auch nur für kurze Zeit ihren Pkw oder Mietwagen, gilt es verschiedene Tipps zu beachten:

Diebstahl aus AutoBei längerer Parkdauer sollte das Auto nach Möglichkeit auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Nützlich ist außerdem jede Art von mechanischer oder elektronischer Wegfahrsperre. Besonders Schlösser an Schalthebel oder Handbremse und Sperrstöcke, die das Lenkrad fixieren, sind schwer zu knacken und bedeuten für einen Dieb sowohl mehr Arbeit als auch eine größere Gefahr, ertappt zu werden. Teure Autos sollte man mit einer hochwertigen Alarmanlage ausrüsten, die Wegfahrsperre gehört heutzutage glücklicher Weise bei den meisten Fahrzeugen bereits zur Serienausstattung. Letztere unterbricht Benzinpumpe, Zündung und Zündspule.

Absolut notwendig ist es darüber hinaus, keine Wertgegenstände oder beispielsweise portable Navigationssysteme und deren Halterung im Fahrzeug liegen zu lassen. Auch sollten Fahrer immer den Wagenschlüssel abziehen und das Auto absperren, selbst wenn sie es nur für kurze Zeit verlassen, zum Beispiel zum Bezahlen an der Tankstelle. Bei Übernachtungen ist es wichtig, sämtliches Gepäck aus dem Kofferraum zu nehmen. Außerdem sollten Ausweise, Fahrzeugpapiere, Hinweise zur Wohnungsanschrift und Hausschlüssel nie im Auto gelassen werden.

Falls ein Autoknacker Schaden an den Scheiben oder der Innenausstattung anrichtet, kommt die Teilkasko-Versicherung dafür auf. Wenn er allerdings noch mehr zerstört und beispielsweise den Lack zerkratzt, hilft nur noch eine Vollkasko-Versicherung. Bei Diebstählen heißt es immer: Unverzüglich Anzeige erstatten, denn die Anzeigenbestätigung müssen Fahrzeughalter der Versicherung vorlegen.

Mehr Tipps und Tricks zur Prävention von Autodiebstählen und ‑einbrüchen gibt es unter www.polizeiberatung.de.

In immer mehr deutsche Städte halten verkehrsberuhigte Zonen – umgangssprachlich gerne Spielstraßen genannt – Einzug. Zunächst handelt es sich bei Straßen mit dem bekannten blau-weißen Zeichen offiziell nicht um Spielstraßen. Letztere sind „Verkehrsflächen, die für den gesamten Fahrzeugverkehr (also nicht nur für Kraftfahrzeuge) gesperrt sind“. Anders verhält es sich mit den verkehrsberuhigten Zonen: Hier sind Fahrzeuge aller Art erlaubt, müssen allerdings auf alle anderen Verkehrsteilnehmer besondere Rücksicht nehmen. Obwohl es verkehrsberuhigte Bereiche schon lange gibt und falsche Antworten in der amtlichen Führerscheinprüfung mit vier Punkten schwer wiegen, kennen viele Autofahrer sich mit der hier geltenden Verordnung nicht aus.

Schild mit Spielstrae und Sonne, WolkenIn verkehrsberuhigten Bereichen dürfen Pkws nicht schneller unterwegs sein als Fußgänger: Die deutsche Rechtsprechung beziffert diese Schrittgeschwindigkeit auf vier bis sieben km/h. Eine leichte Drosselung des Tempos im Vergleich zur 30er-Zone reicht also nicht aus, denn Autofahrer sind angehalten, ständig mit auf der Straße spielenden Kindern zu rechnen. Letzteres ist in verkehrsberuhigten Zonen übrigens ausdrücklich erlaubt. Wer gegen diese Verordnung handelt, zahlt je nach Tempo ein Bußgeld von mindestens 15 Euro – für Radfahrer gilt dies ebenso.

Viele Autofahrer überrascht diese Regel sicherlich: Beim Verlassen einer verkehrsberuhigten Zone gilt nicht die Regel „Rechts vor links“. Hier muss jeder allen anderen Fahrzeugen Vorfahrt gewähren – egal ob sie von rechts oder links kommen. Dies gilt sogar, wenn zwischen dem Verkehrszeichen „Ende des verkehrsberuhigten Bereichs“ und der Querstraße noch einige Meter zurückzulegen sind. „Rechts vor links“ gilt nur innerhalb der Zone selbst.

Parken ist nur auf besonders gekennzeichneten Flächen erlaubt. Gibt es keine freien Parkflächen, müssen Fahrzeughalter außerhalb des verkehrsberuhigten Bereichs einen Parkplatz suchen. Ausnahmen: Ein- oder Aussteigen, Be- oder Entladen. Auch diese Regel liegt bei den spielenden Kindern begründet, denn bei auf der Straße abgestellten Fahrzeugen erhöht sich die Gefahr plötzlich auf der Fahrbahn auftauchender Kinder.

SpielstrafleGenerell gilt: Fußgänger, Kinder und Tiere haben grundsätzlich Vorrang vor Fahrzeugen, dürfen sie aber nicht unnötig behindern. Die Einhaltung dieser Regeln sorgt für ein friedliches Miteinander in reinen und meist eng bebauten Wohnvierteln. Vor allem Kinder erhalten mit dieser besonderen Verkehrsberuhigung eine wertvolle Erweiterung ihres Freizeitbereichs.

Der Winter steht vor der Tür und mit ihm nicht nur Kaminabende, heißer Kakao und Rodelpartien, sondern auch vereiste Straßen, Schnee und Kälte. Damit gilt es auch das Auto an die besonderen Bedürfnisse dieser Jahreszeit anzupassen.

Sie heißen M&S oder M+S (Matsch und Schnee) und sind bei niedrigen Temperaturen die treusten Begleiter: Winterreifen. Ihren ersten Auftritt sollten sie jedoch nicht mit dem ersten Schnee haben, sondern bereits bei dauerhaft sinkenden Temperaturen. Andernfalls riskieren Fahrer Rutschpartien sowie längere Bremswege. Ihre Gummimischung sowie ihr Profil passen sich den widrigen Straßenverhältnissen optimal an und weisen so bessere Hafteigenschaften auf als Sommerreifen, selbst wenn diese über ein ausreichendes Profil verfügen. Generell sollten Fahrer ihre Winterreifen bei 4 mm Profiltiefe austauschen und das Tempolimit beachten.

Auf den ersten Blick haben Ganzjahresreifen viele Vorteile: Sie sind im Sommer sowie Winter einsetzbar, der Halter des Fahrzeugs muss keinen Reifenwechsel vornehmen und auch die Kosten für einen zweiten Satz Reifen entfallen. Besonders in Ländern, in denen geringe Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten bestehen, sind sie beliebt. Doch auch, wenn der Name es verspricht, Ganzjahresreifen können nicht mit Winterreifen konkurrieren und stellen in allen Belangen einen Kompromiss dar.

Bei den Breitreifen hingegen hat sich in den letzten Jahren einiges getan. War es vor einigen Jahren noch undenkbar mit ihnen sicher durch den Winter zu kommen, schneiden sie heute ausgezeichnet bei entsprechenden Tests auf Eis und Schnee ab.

In Deutschland gibt es keine Winterreifenpflicht, hingegen aber ein situatives Sommerreifenverbot. Hierbei handelt es sich um eine Verhaltensvorschrift, die von allen Kraftfahrzeugführern auf deutschen Straßen zu beachten ist. Damit gilt sie auch für ausländische Fahrzeuge. Der Verordnungsgeber sprach sich deutlich gegen eine Ausrüstungsvorschrift aus, die an ein bestimmtes Datum gebunden ist, wie es in vielen Nachbarländern der Fall ist. Ein Verstoß wird mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Zudem kann die falsche Bereifung bei einem Unfall zu Problemen mit der Kfz-Haftpflichtversicherung führen.

Trotz allen Wissens und der besten Ausrüstung gilt im Winter: Vorausschauend und umsichtig fahren und Abstand halten.

Einmal im Jahr steht sie an – die Steuererklärung. Einige haben sie bereits erledigt, die meisten anderen schieben diese lästige Aufgabe vor sich her und reizen die Abgabe bis zum 31.05.2015 aus. Doch für viele bietet die Steuererklärung die Möglichkeit, sich vom Staat ein paar Euro zurückzuholen, denn rund um das eigene Auto gibt es viel Erstattungspotenzial.

Den wohl größten Posten macht die Pendlerpauschale aus, die steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden kann. Pro gefahrenen Kilometer gibt es 30 Cent. Für die Berechnung des absetzbaren Betrags, maximal 4.500 Euro, multipliziert man die Pauschale mit der einfachen Stecke zum Arbeitsplatz und den tatsächlichen Arbeitstagen. Wie hoch die Ersparnis ist, hängt jedoch vom Einkommen und dem persönlichen Steuersatz ab. Auch Berufspendler, die mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften unterwegs sind, können die Pendlerpauschale absetzen. Wer mehrere Jobs hat, kann diese Wege gesondert berechnen und aufführen. Auch die zweiteilige Einreichung des Arbeitsweges mit Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich. Hier errechnet das Finanzamt dann automatisch die für den Steuerzahler günstigere Variante. Hat ein Arbeitnehmer einen längeren Weg zur Arbeit und kommt über den jährlichen Höchstbetrag von 4500 Euro, kann er mittels eines exakt geführten Fahrtenbuchs auch höhere Kosten beim Finanzamt abrechnen. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln beweisen dies am besten eingereichte Belege. Wird das Privatfahrzeug auch für dienstliche Fahrten eingesetzt, können diese Kosten ebenfalls abgerechnet werden.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung kann im Bereich Sonderausgaben abgesetzt werden. Teilweise erkennt das Finanzamt auch Unfallkosten, Ausgaben für Kasko-Selbstbeteiligung und Abschleppdienst sowie Anwalts- und Gerichtskosten an. Das gilt allerdings nur für Unfälle, die auf dem Arbeitsweg passiert sind und die nicht durch die eigene oder gegnerische Versicherung abgedeckt wurden.

Muss wegen eines neuen Jobs der Wohnort gewechselt werden, können die Umzugskosten voll abgesetzt werden. Das gleiche gilt, wenn man der Arbeitsstätte entgegen zieht und sich der Arbeitsweg danach um mehr als eine halbe Stunde verkürzt. Die Kosten werden am besten per Rechnung nachgewiesen.

Der Frühling kommt und somit auch die Zeit für Tuning-Fans, ihre Autos aufzupeppen. Sportliches, individuelles Aussehen, kraftvoller Motor und bessere Fahrleistung sind das, was so mancher Autofreund sich für sein Fahrzeug wünscht. Und zumindest theoretisch sind dem Tuning kaum Grenzen gesetzt. Gäbe es da nicht die StVZO und Prüforganisationen wie TÜV und DEKRA. Wir führen auf, worauf beim Tunen geachtet werden muss:

Die Welt der Zubehörteile ist nahezu unüberschaubar groß, für fast jeden Wunsch – von breiteren Reifen über Fahrwerksveränderungen bis zum Chip-Tuning – gibt es das entsprechende Zubehör. Allerdings lassen sich nicht alle Tuning-Maßnahmen beliebig miteinander kombinieren. Beispielsweise beeinflusst sich eine Rad-/ Reifenkombination in Verbindung mit einem kleineren Sportlenkrad oder einem Fahrwerk negativ. Daher sollte beim Kauf von Tuning-Teilen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie nicht miteinander harmonieren, immer darauf geachtet werden, dass die Zulässigkeit der Teilekombination in den Prüfzeugnissen ausdrücklich erwähnt ist.

Grundsätzlich gilt, dass jede Veränderung am Fahrzeug in die Fahrzeugpapiere eingetragen wird oder in Form einer Betriebserlaubnis beziehungsweise Bauartengenehmigung dokumentiert sein muss. Wer kein zulässiges Zubehör montiert oder sich die Änderungsmaßnahmen nicht genehmigen lässt, riskiert die Stilllegung seines Fahrzeugs und im Falle eines Unfalls auch den Versicherungsschutz. Umfangreiche Tuning-Maßnahmen, besonders Leistungserhöhungen, müssen unbedingt der Kfz-Versicherung gemeldet werden, da sie aus Sicht des Versicherers eine Gefahrenerhöhung darstellen. Bei extremen Umbauten des Fahrwerks, die nicht die Fahrleistung verändern, sollte die Versicherung dennoch vorsorglich informiert werden, damit der Versicherungsschutz in jedem Fall bestehen bleibt.

So sehr getunte Fahrzeuge auch den persönlichen Fahrspaß steigern und die Straßen optisch bereichern – an erster Stelle muss immer die Sicherheit aller Beteiligten im Straßenverkehr stehen. Darauf sollte bei sämtlichen Umbaumaßnahmen am Fahrzeug geachtet werden. Wenn die Ausführung von fachkundigen Händen erledigt wird und für alle ein- oder angebauten Teile eine Genehmigung vorliegt oder eingeholt wird, steht dem Tuning-Vergnügen nichts im Weg.

Ab dem 01.01.2015 müssen sich Autofahrer auf einige Veränderungen einstellen. Wir haben die wichtigsten Neuerungen hier zusammengestellt.

Section Control

Im Frühjahr 2015 wird auf der B6 in Niedersachsen erstmals der Strecken-Radar Section Control einer Prüfung unterzogen. Dabei wird am Anfang und am Ende der Strecke das Kennzeichen erfasst und somit die Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt. Der Sinn dahinter: Vor dem Blitzer wird auf die Bremse getreten, danach wird weiter gerast. Genau das soll der Section Control verhindern.

Kennzeichenmitnahme

Wer nach dem 01.01.2015 umzieht, der kann sein aktuelles Kennzeichen am neuen Wohnort weiterführen. Jeder Wohnortwechsel muss wie bisher dem Einwohnermeldeamt mitgeteilt werden.

Fahrzeugabmeldung, Kennzeichen und Plaketten mit QR-Code

Ab dem 01.01.2015 können sich Fahrzeughalter den Gang zur Behörde sparen, wenn sie ihren Wagen abmelden wollen. Künftig ist dieses nämlich auch online möglich, und zwar über das Internetportal des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Ab 2017 soll es auch möglich sein, seinen Wagen online anzumelden.

Kurzzeitkennzeichen

Ab 2015 werden Kurzkennzeichen für die Dauer von fünf Tagen lediglich für identifizierte Fahrzeuge mit gültiger Hauptuntersuchung ausgehändigt. Weiterhin muss das Fahrzeug in den Fahrzeugschein eingetragen sein und die Zulassungsbescheinigung muss bei der Fahrt immer mitgeführt werden. Einzige Ausnahme: Der Wagen wird direkt zu einer Prüfstelle im Zulassungsbezirk, die das Kennzeichen ausgestellt hat, oder in einem angrenzenden Bezirk gefahren.

Verbandskästen

Lediglich Verbandskästen mit der DIN-Norm 13164 dürfen vom 01.01.2015 an verkauft werden. Die alten Modelle müssen jedoch nicht ausgetauscht werden, sofern das Ablaufdatum noch nicht überschritten ist.

Auch wenn der berüchtigte Stinkefinger seltener als früher zu sehen ist: Beleidigungen auf Deutschlands Straßen – seien es Gesten oder Wörter – gelten als Übel, mit denen die Gerichte regelmäßig zu tun haben. Denn entgegen der Meinung vieler handelt es sich definitiv nicht um Kavaliersdelikte, sondern um Straftaten. Jeder sollte daran denken, dass er durch sein Kennzeichen stets eindeutig identifizierbar ist und eine Strafanzeige geschwind im Briefkasten liegen kann.

Sowohl Fahrzeugführer mit eher ruhigem Temperament als auch schnell Aufbrausende verlieren ihre Haltung, wenn andere sie nötigen, schneiden oder ihnen die Vorfahrt nehmen. Schließlich sorgt das Verkehrsaufkommen auf deutschen Straßen häufig für Stress, einen erhöhten Adrenalinspiegel und damit für ein angegriffenes Nervenkostüm. Ein nichtiger Anlass reicht damit oft aus, um zwei gegnerische Verkehrsteilnehmer vors Gericht zu bringen. Haben beide Streithähne ordentlich ausgeteilt, so ist natürlich eine objektive Beurteilung schwierig – das Verfahren wird in solchen Fällen nicht selten eingestellt.

Liegt die Hauptlast einer Beleidigung dagegen bei nur einer Partei, so muss diese sich dafür natürlich verantworten. Im besten Fall kommt der Angeklagte mit der Zahlung einer Geldstrafe an eine gemeinnützige Organisation davon, im schlechtesten Fall kassiert er eine Verurteilung. Dabei gibt es keine festen Regelsätze wie etwa bei Verkehrsverstößen. Die Höhe der Strafe wird je nach Tatumständen an Tagessätzen bemessen, die sich an der wirtschaftlichen Situation des Verurteilten orientieren.

So kann ein „Witzbold“ 300 Euro, ein „Zu dumm zum Schreiben“ 450 Euro und ein „Trottel in Uniform“ schon 1.500 Euro kosten. Ganz oben auf der Liste stehen „Fieses Miststück“ und „Alte Sau“ mit jeweils 2.500 Euro. Bei den Gesten ist es ähnlich: Zunge rausstrecken kostet nach aktueller Rechtsprechung zwischen 150 und 300 Euro, einen Vogel zeigen circa 750 Euro, mit der Hand vor dem Gesicht wedeln (Scheibenwischer) 350 bis 1.000 Euro. Zeigt man den Mittelfinger, so ist man je nach Einkommen bei 600 bis sogar 4.000 Euro dabei.

Die Sommerferien in Norddeutschland stehen kurz bevor und damit der Urlaub mit dem Auto nicht unnütz teuer wird, sollten Reisenden bei der Fahrt ins Reiseland aufpassen. Denn teilweise weicht das Verkehrsrecht dort von unserem ab. Einige wichtige Punkte haben wir hier schon mal zusammengestellt.

Bei der Promille-Grenz sind sich zahlreiche europäische Staaten noch einig. Mehr als 0,5 Promille sollten es weder in Belgien, Frankreich, Italien, Österreich oder Spanien sein. Bei schon 0,2 Promille hört in Polen dagegen der Spaß auf, in den USA (für diejenigen, die sich dort mit Mietwagen oder Caravan umschauen möchten) gilt in den meisten Staaten sogar absolutes Alkoholverbot.

Auch in Sachen Tempo gibt es einiges zu beachten. Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt in den meisten Ländern wie in Deutschland ein Limit von 50 km/h. Außerorts sind die Abweichungen jedoch deutlich, beispielsweise ist in den Niederlanden, Dänemark oder der Schweiz nur Tempo 80 erlaubt.

Auf den meisten europäischen Autobahnen darf meist 120 oder 130 km/h gefahren werden, oft aber mit Ausnahmen. In Norwegen dürfen Autofahrer gebietsweise nicht mehr als 90 km/h fahren, auch andere Regelungen wie für Nachtstunden, Regenwetter oder Fahranfänger sollten beachtet werden.

In Bezug auf Kinder-Autositze gibt es ein EU-Gesetz, welches spätestens seit dem 09. Mai 2009 gültige Mindeststandards setzt. Da Deutschland als Vorbild für die europäische Regelung herangezogen wurde, sind Autourlauber, die die deutschen Regeln erfüllen, auch in den meisten anderen EU-Ländern bestens gerüstet. Es gilt in der EU wie auch in Deutschland, dass Kinder bis 12 Jahre oder bis zu einer Größe von 1,50 Metern einen Kindersitz benötigen. Manche Staaten haben über den EU-Standard hinausgehende Vorschriften erlassen: Kinder in Österreich müssen bis zum 14. Lebensjahr einen Kindersitz oder eine ähnliche “Rückhalteeinrichtung” benutzen, in den Niederlanden gilt dies sogar bis zum 18. Lebensjahr.

 

Seit dem 1. Januar 2011 dürfen 17-Jährige bundesweit völlig legal Auto fahren – allerdings nicht alleine. Das sogenannte „Begleitete Fahren“ erfordert einen eingetragenen Mitfahrer, durch den die Jugendlichen nach und nach zur sicheren und verantwortungsvollen Teilnahme am Straßenverkehr gelangen sollen. Ausschlaggebend für die bundesweite Einführung war ein vom Land Niedersachsen durchgeführter Modellversuch im Jahr 2004, der von der Justus-Liebig-Universität in Gießen wissenschaftlich analysiert wurde. Begleitete Fahranfänger verursachen demnach weniger Unfälle und begehen seltener Verkehrsverstöße als unbegleitete Jungfahrer.

Frühestens möglich ist das Ablegen der praktischen Prüfung einen Monat vor Vollendung des 17. Lebensjahres. Nach Bestehen erhalten Fahranfänger eine Prüfungsbescheinigung, die zusammen mit einem Ausweis als Fahrerlaubnis gilt. Für das begleitete Fahren kann dann eine unbegrenzte Anzahl Begleitfahrer gewählt werden, die mit ihrem Einverständnis als solche namentlich auf dem Schein eingetragen werden. Als Voraussetzung gilt ein Mindestalter der Begleiter von 30 Jahren. Zudem müssen sie selbst seit mindestens fünf Jahren im Besitz eines Pkw-Führerscheins sein und dürfen maximal drei Punkte im Verkehrszentralregister aufweisen. Den Sitzplatz im Auto können sich die Mitfahrer aussuchen, denn sie gelten nicht als Fahrlehrer. Deshalb haften sie in der Regel auch im Schadensfall nicht, da sie für Ratschläge nicht haftbar gemacht werden können. Ab dem Ausstellen der Bescheinigung gilt diese bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres, danach muss innerhalb von drei Monaten der reguläre Führerschein bei der Zulassungsstelle abgeholt werden.

Fährt ein minderjähriger Fahranfänger ohne Begleitperson und wird dabei erwischt, erfüllt er damit zwar nicht den Tatbestand des Fahrens ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVG), allerdings wird ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro fällig, zudem ein Punkt im Verkehrszentralregister. Außerdem erfolgen der Widerruf der Fahrerlaubnis, die erst nach erfolgreicher Teilnahme an einem Aufbauseminar neu erteilt werden darf, und eine Verlängerung der Probezeit. Und: Nicht nur für den Fahranfänger, sondern auch für seine Begleitung gilt die 0,5-Promille-Grenze. Andernfalls gilt sein Verhalten als Ordnungswidrigkeit.