Ab dem 01.01.2015 müssen sich Autofahrer auf einige Veränderungen einstellen. Wir haben die wichtigsten Neuerungen hier zusammengestellt.

Section Control

Im Frühjahr 2015 wird auf der B6 in Niedersachsen erstmals der Strecken-Radar Section Control einer Prüfung unterzogen. Dabei wird am Anfang und am Ende der Strecke das Kennzeichen erfasst und somit die Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt. Der Sinn dahinter: Vor dem Blitzer wird auf die Bremse getreten, danach wird weiter gerast. Genau das soll der Section Control verhindern.

Kennzeichenmitnahme

Wer nach dem 01.01.2015 umzieht, der kann sein aktuelles Kennzeichen am neuen Wohnort weiterführen. Jeder Wohnortwechsel muss wie bisher dem Einwohnermeldeamt mitgeteilt werden.

Fahrzeugabmeldung, Kennzeichen und Plaketten mit QR-Code

Ab dem 01.01.2015 können sich Fahrzeughalter den Gang zur Behörde sparen, wenn sie ihren Wagen abmelden wollen. Künftig ist dieses nämlich auch online möglich, und zwar über das Internetportal des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Ab 2017 soll es auch möglich sein, seinen Wagen online anzumelden.

Kurzzeitkennzeichen

Ab 2015 werden Kurzkennzeichen für die Dauer von fünf Tagen lediglich für identifizierte Fahrzeuge mit gültiger Hauptuntersuchung ausgehändigt. Weiterhin muss das Fahrzeug in den Fahrzeugschein eingetragen sein und die Zulassungsbescheinigung muss bei der Fahrt immer mitgeführt werden. Einzige Ausnahme: Der Wagen wird direkt zu einer Prüfstelle im Zulassungsbezirk, die das Kennzeichen ausgestellt hat, oder in einem angrenzenden Bezirk gefahren.

Verbandskästen

Lediglich Verbandskästen mit der DIN-Norm 13164 dürfen vom 01.01.2015 an verkauft werden. Die alten Modelle müssen jedoch nicht ausgetauscht werden, sofern das Ablaufdatum noch nicht überschritten ist.

Zum 1. April 2013 führt Verkehrsminister Peter Ramsauer neue Bußgelder ein. Diese betreffen zwar hauptsächlich Radfahrer, aber auch Autofahrer müssen in bestimmten Situationen mit höheren Strafen rechnen.

In letzter Zeit gab es immer mehr Medienberichte über rücksichtslose Radfahrer, doch diesen soll mit neuen Gesetzen nun Einhalt geboten werden. In Zukunft wird verkehrtes Befahren von Einbahnstraßen oder Überfahren von roten Ampeln stärker sanktioniert. So müssen Radler sich nun an die Ampeln des Fahrverkehrs halten, sofern es keine speziellen Lichtzeichen für sie gibt, und dürfen sich nicht mehr bei Bedarf an den Fußgängerampeln orientieren. Fahren auf dem Fußweg kostet je nach Situation 10 bis 20 statt bisher 5 bis 20 Euro. Bei Nichtbenutzen des Radwegs droht ein Bußgeld von 20 bis 35 statt 15 bis 30 Euro. Falsches Befahren von Einbahnstraßen kostet ab April 15 bis 30 anstatt bisher 10 bis 25 Euro. Für Fahren ohne Licht sind anstatt 15 nun 20 Euro zu berappen.

Allerdings sollen auch Autofahrer künftig mehr zahlen, wenn sie Radfahrer behindern oder gefährden. Wer auf Radwegen parkt, zahlt dann 20 bis 30 statt bisher 15 bis 25 Euro Strafe. Wer beim Ein- und Aussteigen nicht auf Radfahrer achtet, wird mit 20 statt bislang 10 Euro Bußgeld verwarnt.

Auch falsches Parken wird künftig teurer: Parken ohne Parkschein kostet beispielsweise ab April zehn statt bisher fünf Euro. Längere Zeitüberschreitungen werden noch teurer, denn ab drei Stunden zahlen Falschparker 30 Euro. Eine weitere Neuregelung, die viele Autofahrer betrifft, regelt die Geschwindigkeit bei Gefahrenzeichen neu. Wer künftig beispielsweise bei gefährlichen Kurven oder Wildwechsel sein Tempo nicht verringert, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro rechnen. Dies gilt auch dann, wenn es keine vorgegebene Geschwindigkeit gibt.

Vorsicht übrigens bei den sogenannten Fahrradstraßen, die in immer mehr Städten eingerichtet werden. Anderer Fahrverkehr darf Fahrradstraßen wie bisher nur benutzen, wenn dies durch Zusatzzeichen erlaubt ist. War bislang allerdings eine „mäßige Geschwindigkeit“ vorgeschrieben, so wird diese nun auf 30 km/h begrenzt.