Er ist der bekannteste Sportwagen der Porsche AG und gilt als Inbegriff des Automobilherstellers – der Porsche 911, kurz auch „Neunelfer“, oder nur „Elfer“ genannt. Jetzt bekam das Erfolgsmodell ein Facelift, das sich sehen lassen kann. Die größte Veränderung ist wohl, dass der Carrera und der Carrera S künftig mit einem Turbomotor ausgestattet sind. Aber auch das Design kann mit einigen Neuerungen punkten.

P15_1216_a5_rgbDer 911 wurde als reiner Sportwagen konzipiert, anfangs mit 96 kW (130 PS). Schon 1966 kam das erste S-Modell mit einem höher verdichteten Motor auf die Straße. Das 911 S 2.0 Coupé trieb die Leistung des 6-Zylinder-Boxermotors auf 118 kW (160 PS). Die völlig neu entwickelten 6-Zylinder-Biturbo-Motoren der Porsche 911 Carrera und Targa 4 Modelle mit 3,0 Liter Hubraum greifen dieses Prinzip auf: Hoher Druck und hohe Drehzahl bei guter Dosierbarkeit der Leistung und erstaunlich geringem Verbrauch. Das liegt sicherlich auch daran, dass der Hubraum der 911 Modelle deutlich reduziert wurde. Dennoch steigt die Leistung der Motoren signifikant. Verantwortlich dafür sind die vollkommen neu entwickelten Turbolader. Er verfügt über zwei Lader mit Luftkühlung, je einen pro Zylinderbank. Dabei kommen zwei besonders kompakte Abgasturbolader zum Einsatz, die optimal an Hubraum und Leistung des Motors angepasst sind.

Die größten Veränderungen beim neuen Porsche 911 lauern also ganz klar unter der Motorhaube. In Zahlen heißt das: plus 15 kW (20 PS) bei der Leistung und plus 60 Nm beim Drehmoment sowie Drehzahlen bis 7.500 U/min und ein deutliches Minus von bis zu 13 Prozent beim Verbrauch. P15_1211_a5_rgbDer Motor der 911 Carrera Modelle und des 911 Targa 4 entwickelt 272 kW (370 PS). Das maximale Drehmoment von 450 Nm liegt bereits bei 1.700 U/min an. Mit Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) bedeutet das für den 911 Carrera eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 4,4 s, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 293 km/h. Der Motor der S-Modelle mit größeren Turboladern und eigenständiger Abgasanlage sorgt für noch beeindruckenderen Vortrieb. Die Motorleistung: 309 kW (420 PS) und ein maximales Drehmoment von 500 Nm. Mit Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) und Launch Control sprintet der 911 Carrera S in nur 3,9 s auf 100 km/h und der Vortrieb endet erst bei 306 km/h.

Wer effiziente Leistung bringen will, darf keinen überflüssigen Ballast mit sich tragen. Leichtbau ist deshalb ein weiteres zentrales Prinzip des Porsche 911. Daher verwendet der Sportwagenhersteller beim Rohbau sehr dünnwandige Stähle mit sehr hohen Steifigkeitswerten. Hinzu kommt der großflächige Einsatz von Aluminium und Magnesium, beispielsweise für Dach, Bodengruppe, Vorderwagen, Türen, Hinterwagen, Kotflügel, Motorraum- und Kofferraumdeckel. Die hohe Materialeffizienz senkt das Gesamtgewicht – und damit den Verbrauch. Sie macht den neuen Porsche 911 zum leichtesten Sportwagen im Segment.

P16_0057_a5_rgbDer neue Porsche 911 besticht auch mit Innovationen im Design. Dazu zählt etwa das Lichtdesign mit charakteristischem 4-Punkt-LED-Tagfahrlicht, das nun auch in die Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer integriert ist. Auch die Front hat eine neue Form und damit ein noch sportlicheres Erscheinungsbild. Die Lufteinlässe sind größer, das Design ist prägnanter. In den seitlichen Lufteinlässen steuern die aktiven Kühlluftklappen je nach Bedarf die Aerodynamik und die Kühlung. Das Heck umschließt den Kern des 911: den Motor. Neu ist auch das Design der Einzelendrohre aus Edelstahl. Bei den S-Modellen sind sie zweiflutig ausgeführt. Angelehnt an den 911 GT3: die mittig angeordneten Endrohre der optionalen Sportabgasanlage. Mit dem innovativen vollautomatischen Dachsystem der 7. Generation kann sich auch der Targa sehen lassen. Der Bügel mit dem „targa“ Schriftzug unter den seitlichen Kiemen und die elegant gerundete Heckscheibe geben den neuen 911 Targa 4 Modellen das gewisse Etwas. Geschlossen zeigt er das Profil des Elfers, mit dem Komfort eines Coupés.

P15_1224_a5_rgbNicht nur von außen sorgt der neue Porsche 911 für Eindruck – auch innen hat er einiges zu bieten. So verfügt der Elfer über erstaunlich viel Bein- und Kopffreiheit. Zudem sind die Sportsitze äußerst komfortabel – insbesondere die Rücksitze. Die dahinterliegende Ablagefläche bietet zusätzlichen Stauraum. Dank umklappbarer Lehnen verfügen die 911 Carrera Modelle im Fond mit 260 Litern und die 911 Carrera Cabriolet beziehungsweise 911 Targa Modelle mit 160 Litern über reichlich Platz für Gepäck. Erstmals in Serie in den 911 Carrera und 911 Targa Modellen: das Porsche Communication Management (PCM) inklusive Online-Navigationsmodul mit Echtzeit-­Verkehrsinformation, Sprachbedienung und Handyvorbereitung sowie das Connect Plus-Modul.

911 Carrera S / 911 Carrera CabrioletDer 911 Carrera ist seit Jahrzehnten der meistverkaufte Sportwagen der Welt. Die neue Generation tritt nun an, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Mit innovativen Turbo-Boxermotoren, weiterentwickeltem Fahrwerk sowie neuem Infotainment-System ist er dafür bestens gerüstet. Dank mehr als vier Jahrzehnten Erfahrung mit Turbomotoren – sowohl im Rennsport als auch in Seriensportwagen – erreichen die neu entwickelten Aggregate des neuen 911 Carrera Bestwerte in Bezug auf Performance, Fahrspaß und Effizienz. Die erstmals für die Carrera-Modelle optional angebotene Hinterachslenkung erweitert auf Wunsch das fahrdynamische Spektrum nochmals nachdrücklich.

Äußerlich präsentiert sich der 911 Carrera mit vielen optischen Verfeinerungen: Diese reichen von neuen Scheinwerfern mit Vierpunkt-Tagfahrlicht über schalenlose Türgriffe bis zu einem neu gestalteten Heckdeckel mit vertikalen Lamellen und neuen Heckleuchten – unter anderem mit den charakteristischen Vierpunkt-Bremsleuchten.

P15_1214_a4_rgbAuch die Fahrleistungen des neuen 911 überzeugen: Das 911 Carrera Coupé mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) und Sport Chrono-Paket sprintet von null auf 100 km/h in 4,2 Sekunden und ist damit zwei Zehntelsekunden schneller als sein Vorgänger. Der 911 Carrera S mit PDK und Sport Chrono-Paket absolviert die Paradedisziplin in nur 3,9 Sekunden. Damit unterbietet er als erster 911 der Carrera-Familie die magische Vier-Sekunden-Marke. Und auch die Höchstgeschwindigkeiten für beide Modelle sind weiter gewachsen: Das Spitzentempo des 911 Carrera liegt nun bei 295 km/h, der 911 Carrera S erreicht jetzt sogar 308 km/h.

Serienmäßig in den neuen 911 Carrera-Modellen ist das neu entwickelte Porsche Communication Management System (PCM) inklusive Online-Navigationsmodul und Sprachbedienung. Das PCM lässt sich analog zu einem Smartphone mit Multitouch-Gesten auf dem Sieben-Zoll-Bildschirm bedienen. Die erstmals in der Mittelarmlehne integrierte Smartphone-Ablagefläche sorgt zudem für akkuschonendes Laden und optimierten Mobilfunk-Empfang. Neu ist auch die Möglichkeit zur Verbindung des iPhones mit dem PCM zur Nutzung von Apple CarPlay. Weitere Bestandteile des PCM sind Porsche Car Connect sowie die Porsche Connect App, unter anderem zur Fernsteuerung von Fahrzeug-Funktionen, zur Übertragung von Navigationszielen an das PCM sowie zur Nutzung von Musikstreaming-Diensten von Drittanbietern über das PCM.

Mit weiteren neuen und verbesserten Assistenzsystemen kann der 911 Carrera noch individueller auf die persönlichen Vorstellungen zugeschnitten werden: Der optional erhältliche Tempostat kann jetzt auch moderat bremsen, wenn die vorgegebene Geschwindigkeit beispielsweise auf einem Gefälle überschritten würde. Der Abstandsregeltempostat ACC (Option) verfügt in Verbindung mit dem PDK-Getriebe jetzt über eine Segelfunktion. Der optionale Spurwechselassistent überwacht per Radar den rückwärtigen Verkehr und warnt über LED-Leuchten jeweils rechts und links im Spiegeldreieck vor heran nahenden Fahrzeugen im toten Winkel.

Alle Bestellungen werden schnellstmöglich von Shop-Leiter Marc-Christoph Reich bearbeitet.

Es wurde lange konzipiert, diskutiert und programmiert, doch das Warten hat sich gelohnt. Der Schmidt + Koch Online-Shop ist fertig und kann sich mit einer Produktvielfalt von aktuell etwa 200 Artikeln der Marken Volkswagen, Audi und Porsche sehen lassen. Und dabei soll es nicht bleiben, denn Ziel ist es, den Kunden in Zukunft die ganze Produktvielfalt der Autohaus-Gruppe bieten zu können. Seit Kurzem ist es 24 Stunden am Tag möglich, Original-Ersatzteile und Accessoires zu bestellen. Diese werden bereits kurz nach dem Kauf verschickt, sodass dem Kunden lange Wartezeiten erspart bleiben.

Um einen unkomplizierten Kauf zu gewährleisten, achtet Schmidt + Koch darauf, dass die User keiner Informations- und Funktionsflut ausgesetzt sind. Stattdessen setzte die Autohaus-Gruppe auf Übersichtlichkeit und klare Strukturen. Top-Angebote werden bereits auf der Startseite angezeigt und die gesamte Produktpalette lässt sich mit wenigen Klicks in die Hauptkategorien Marken, Angebote, Original-Ersatzteile, Accessoires, Zubehör und News betrachten. Dabei sorgen die Schriftfarben Schwarz, Grau und Weiß in Kombination mit dem bewährten Schmidt + Koch Blau für ein ruhiges Bild, sodass sich der Besucher entspannt auf seinen Einkauf konzentrieren kann.

Ziel ist es, dass lanOnline-Shopgfristig neben Volkswagen, Audi und Porsche auch Produkte von Opel, Škoda und Ford in den Online-Shop aufgenommen werden und Schmidt + Koch vor Ort sowie im Online-Geschäft der Ansprechpartner für Original-Ersatzteile ist. Auch mit Accessoires und Zubehör der einzelnen Marken möchte sich das Unternehmen dauerhaft auf dem Markt etablieren.

Zu finden ist der Online-Shop unter folgendem Link: http://shop.schmidt-und-koch.de

Neues Modell, neue Fahrzeugklasse: Porsche erweitert sein Fahrzeugangebot um den Macan – der Name ist abgeleitet von der indonesischen Bezeichnung für Tiger. Im Segment der kompakten SUVs soll er Maßstäbe für Fahrdynamik und Fahrspaß setzen. Die Sportlichkeit des Macan lässt sich wie bei allen Porsche Fahrzeugen sofort am Design ablesen: Charakteristisch ist die ausdrucksstarke und selbstbewusste Fahrzeugfront; das Heck mit dezenten Konturen und harmonischen Rundungen vereint Sportlichkeit mit Eleganz.

Drei Modelle umfasst die Macan Produktpalette zur Markteinführung. Der Macan S ist mit einem 3,0-Liter-V6-Bi-Turbo-Motor mit 250 kW (340 PS) ausgestattet und verfügt wie alle Macan über einen aktiven Allradantrieb. Der Macan S Diesel ist der sparsame Dauerläufer im Macan Trio und verbraucht mit seinem 3,0-Liter-V6-Turbodieselmotor mit 190 kW (258 PS) nur 6,1 bis 6,3 l/100 km, das entspricht einem CO2-Wert von 159 bis 164 g/km. Die Leistungsspitze im kompakten SUV-Segment markiert künftig der Macan Turbo und sein 3,6-Liter-V6-Bi-Turbo-Motor mit 294 kW beziehungsweise 400 PS.

Der Innenraum des Porsche Macan greift das aktuelle Porsche Sportwagendesign auf und präsentiert sich äußerst hochwertig. Zur Serienausstattung gehören zum Beispiel Allradantrieb, Parkdistanzkontrolle, Multifunktions-Sportlenkrad mit Schaltpaddles, ein Audiosystem sowie eine elektrisch zu betätigende Heckklappe. Die Liste möglicher Sonderausstattungen hält weitere Highlights bereit, etwa die Luftfederung, die es für den Macan als einziges Fahrzeug in seinem Segment gibt.

Im Macan Turbo ist das Porsche Communication Management serienmäßig verfügbar und umfasst alle Funktionen des Audiosystems CDR Plus. Letzteres besitzt ein hoch auflösendes 7 Zoll großes Farb-Touchscreen und bietet bequem Zugriff auf die Vielzahl von Funktionen. Dazu gehören auch eine universale USB-Schnittstelle zum Anschluss externer Speichermedien und Endgeräte sowie elf Lautsprecher mit einer Gesamtleistung von 235 Watt.

Seit fünf Jahrzehnten stellt der Porsche 911 das Herzstück der Marke dar und kaum ein anderes Automobil kann auf eine so lange Tradition und Kontinuität zurückblicken. Mit über 820.000 gebauten Fahrzeugen ist er der erfolgreichste Sportwagen der Welt. Die beiden Porsche Zentren in Bremen und Oldenburg feierten das Jubiläum zusammen mit ihren Kunden und Mitarbeitern am 20. September 2013. Im Rahmen einer großen Abendgala erlebten die über 800 Gäste eine Zeitreise durch die verschiedenen Jahrzehnte – von der Präsentation des Porsche 911 im September 1963 bis zur Vorstellung des neuen Porsche Turbo S auf der diesjährigen IAA in Frankfurt.

Schon das Ambiente des Restaurants El Mundo, direkt am Hafenbecken des Europahafens in Bremen gelegen, beeindruckte die Gäste sehr. Auf der langen Promenade waren die verschiedenen 911er-Modelle aus den Jahren 1963 bis 2013 zu bewundern. Am Kai vor der Location hatte eine Luxusyacht der Bremer Werft Drettmann festgemacht, zeitgleich wurde das Hafenbecken faszinierend von Lichtdesignern illuminiert.

Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste vom El Mundo Küchenchef Manfred Suhling. Zusammen mit seinem Team zauberte er ein mehrgängiges Menü der Spitzenklasse. Moderator des Abends war Jan Stecker, bekannt aus der TV Sendung „Abenteuer Auto“. Er informierte die Gäste nicht nur über die gesamte Geschichte des Porsche 911, sondern untermalte dies mit Meilensteinen und kleinen Anekdoten aus den letzten 50 Jahren. Dazu versetzten die Musicaldarsteller Alica Boll, Marc Derichs und Tim Müller die Gäste musikalisch in die fünf Jahrzehnte. Von Elvis, Abba, Queen bis zu Adele – eine fantastische Zeitreise, die mit der eindrucksvollen Präsentation des neuen 560 PS starken Porsche Turbo S endete. Am Ende des Abends fühlte sich jeder Gast wie in einer Zeitmaschine.

Zwei große Geburtstagstorten in Form des Porsche 911 waren der Abschluss eines erlebnisreichen Abends. „Leidenschaft ist unser Antrieb“, so hatte der Geschäftsführer des Porsche Zentrum Bremen Klaus Schwartz die Geladenen begrüßt. Und diese Leidenschaft wurde von der ersten bis zur letzten Sekunde dieses Events von allen Akteuren überzeugend vermittelt.

Heute eröffnete Kanzlerin Angela Merkel die 65. Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main. Neue Modelle, innovative Studien, zahlreiche Weltpremieren, automobile Trends und einfallsreiche Messestände werden noch bis zum 22.09.2013 hunderttausende Besucher begeistern. Wir haben schon einmal einen Rundgang machen können und beeindruckende Fotos mitgebracht.

 

Bei seiner Geburt im Jahre 1875 hätte wohl niemand vermutet, dass aus ihm ein berühmter Automobilkonstrukteur und Gründer einer international tätigen Firma werden würde. Doch Ferdinand Porsche zeigte schon früh außergewöhnliches technisches Talent, vor allem im Bereich Elektrotechnik. Ohne höhere Bildung stieg er bei einem Elektrizitätswerk vom Mechaniker zum Leiter der Prüfabteilung auf, konstruierte einen Radnaben-Elektromotor und baute 1899 das erste Hybrid- und Allradfahrzeug der Welt, den Lohner-Porsche.

Ferdinand Porsche am Steuer.Anschließend machte er ab 1906 als Entwicklungs- und Produktionsleiter bei der Österreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft (Austro-Daimler) Karriere: Bereits 1917 wurde er zum Generaldirektor bestellt. Bekannt dafür, dass er die Rennwagen bei Wettbewerben selbst fuhr, verließ er allerdings 1923 Austro-Daimler, nachdem der Vorstand die Mittel der Sportwagenabteilung stark gekürzt hatte.

Eine neue Heimat fand er in Stuttgart, wo er 1930 die Dr. Ing. h. c. F. Porsche GmbH gründete. Die Firmenanteile lagen zu 70 Prozent bei Porsche, zu 15 Prozent beim Kaufmann und Rennfahrer Adolf Rosenberger und zu 15 Prozent bei seinem Schwiegersohn, dem Wiener Rechtsanwalt Anton Piëch. Ab 1934 konstruierte Porsche im Auftrag des Reichsverbandes der Automobilindustrie den deutschen Volkswagen, später auch KdF-Wagen oder VW Käfer genannt.

Die Geschäfte liefen gut und ab 1938 konnte Porsche sich Hauptgeschäftsführer und Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagenwerk G.m.b.H. nennen. Das Werk wurde als modernstes Automobilwerk Europas aufgebaut, doch der KdF-Wagen wurde nie ausgeliefert. Stattdessen wurde die von Porsche mitentwickelte Technik im Kübel- und Schwimmwagen der Wehrmacht verwendet. Überhaupt stellt das Dritte Reich eine dunkle Zeit in Porsches Lebenslauf dar: 1937 Mitglied der NSDAP, 1939 Wehrwirtschaftsführer, 1942 SS-Oberführer, von 1941-43 Vorsitzender der Panzerkommission – das sind einige der bekannten Stationen.

Ferdinand und Ferry PorscheNach Kriegsende verbrachten Ferdinand Porsche und Anton Piëch knapp zwei Jahre in französischen Gefängnissen, danach schloss Porsche mit Volkswagen einen Vertrag zur Weiterentwicklung des VW Käfers. Dies bildete die finanzielle Basis für das Stuttgarter Autowerk Dr. Ing. h. c. F. Porsche KG. Tatsächlich wurde erst von seinem Sohn Ferry das erste Fahrzeug entwickelt, welches den Familiennamen trug. Porsche starb 1951 in Stuttgart.

Als Porsche 1963 auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt einen Sportwagen mit der Bezeichnung 901 präsentierte, ahnte wohl noch keiner, dass dieses Fahrzeug einmal als 911 das Herzstück der Marke werden würde. 911 steht für Tradition, Innovation und Kontinuität. Jede seiner nunmehr sieben Generationen ist ein Unikat – und doch gleichzeitig ein typischer 911. Über 820.000 Exemplare wurden im vergangenen halben Jahrhundert produziert, was den 911 zum erfolgreichsten Sportwagen der Welt macht.

Kein Wunder! Sportlichkeit trifft Alltagstauglichkeit, Design begegnet Funktionalität und auch Exklusivität und soziale Akzeptanz schließen sich bei diesem Modell nicht aus. Ferry Porsche brachte die Eigenschaften des Ausnahmemodells auf den Punkt: „Der 911 ist das einzige Auto, mit dem man von einer afrikanischen Safari nach Le Mans, dann ins Theater und anschließend auf die Straßen von New York fahren kann.“

Auch die Technologie des Ausnahme-Sportlers ist zu jeder Zeit richtungsweisend: Viele der im 911 eingesetzten Ideen haben ihren Ursprung auf der Rennstrecke, die den Konstrukteuren von Porsche als wichtigstes Prüflabor dient. Nicht von ungefähr bekam der 911 im Jahr 2011 die ADAC-Auszeichnung „Gelber Engel“ in der Kategorie Qualität. Kundenzufriedenheitsbefragungen und die ADAC-Pannenstatistik verhalfen ihm aufs Siegertreppchen – erstmals in der Geschichte dieses Preises gelang es einem Sportwagen, diese Trophäe einzuheimsen. Der 911 sieht also nicht nur gut aus, sondern glänzt auch in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit.