Einmal im Jahr steht sie an – die Steuererklärung. Einige haben sie bereits erledigt, die meisten anderen schieben diese lästige Aufgabe vor sich her und reizen die Abgabe bis zum 31.05.2015 aus. Doch für viele bietet die Steuererklärung die Möglichkeit, sich vom Staat ein paar Euro zurückzuholen, denn rund um das eigene Auto gibt es viel Erstattungspotenzial.

Den wohl größten Posten macht die Pendlerpauschale aus, die steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden kann. Pro gefahrenen Kilometer gibt es 30 Cent. Für die Berechnung des absetzbaren Betrags, maximal 4.500 Euro, multipliziert man die Pauschale mit der einfachen Stecke zum Arbeitsplatz und den tatsächlichen Arbeitstagen. Wie hoch die Ersparnis ist, hängt jedoch vom Einkommen und dem persönlichen Steuersatz ab. Auch Berufspendler, die mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften unterwegs sind, können die Pendlerpauschale absetzen. Wer mehrere Jobs hat, kann diese Wege gesondert berechnen und aufführen. Auch die zweiteilige Einreichung des Arbeitsweges mit Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich. Hier errechnet das Finanzamt dann automatisch die für den Steuerzahler günstigere Variante. Hat ein Arbeitnehmer einen längeren Weg zur Arbeit und kommt über den jährlichen Höchstbetrag von 4500 Euro, kann er mittels eines exakt geführten Fahrtenbuchs auch höhere Kosten beim Finanzamt abrechnen. Bei öffentlichen Verkehrsmitteln beweisen dies am besten eingereichte Belege. Wird das Privatfahrzeug auch für dienstliche Fahrten eingesetzt, können diese Kosten ebenfalls abgerechnet werden.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung kann im Bereich Sonderausgaben abgesetzt werden. Teilweise erkennt das Finanzamt auch Unfallkosten, Ausgaben für Kasko-Selbstbeteiligung und Abschleppdienst sowie Anwalts- und Gerichtskosten an. Das gilt allerdings nur für Unfälle, die auf dem Arbeitsweg passiert sind und die nicht durch die eigene oder gegnerische Versicherung abgedeckt wurden.

Muss wegen eines neuen Jobs der Wohnort gewechselt werden, können die Umzugskosten voll abgesetzt werden. Das gleiche gilt, wenn man der Arbeitsstätte entgegen zieht und sich der Arbeitsweg danach um mehr als eine halbe Stunde verkürzt. Die Kosten werden am besten per Rechnung nachgewiesen.